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TSV Bad Königshofen verkauft sich teuer beim Tabellenführer – Fokus jetzt auf Abstiegsduell am Sonntag
Der TSV Bad Königshofen hat sich beim Spitzenreiter Borussia Düsseldorf trotz einer 1:3-Niederlage mehr als achtbar präsentiert. Am Ende stand ein verdienter Erfolg für die Gastgeber, doch die Leistung der Grabfelder macht Mut im intensiven Kampf um den Klassenerhalt.
Matchwinner auf Seiten Düsseldorfs war der Weltranglisten-28. Kanak Jha. Der US-Amerikaner setzte sich sowohl im Auftakteinzel gegen Andre Bertelsmeier als auch im Duell mit Bastian Steger jeweils mit 3:1 durch.
Kanak Jha war an diesem Tag einfach nicht zu bezwingen für Bertelsmeier und Steger
Gerade die Partie zwischen Jha und Steger bot Tischtennis auf höchstem Niveau. Nach einem deutlich verlorenen ersten Satz gegen den auf Weltranglistenplatz 28 geführten US-Amerikaner schien Steger im zweiten Durchgang beim Stand von 6:3 auf dem besten Weg zum Satzausgleich – musste diesen jedoch noch abgeben und geriet mit 0:2 in Rückstand. Im dritten Satz sah dann beim Zwischenstand von 1:5 vieles nach einer Vorentscheidung aus, ehe „Basti“ eindrucksvoll zurückkam: Mit sieben Punkten in Serie drehte er den Satz zu einer 8:5-Führung und sicherte sich diesen schließlich mit 11:6. Im vierten Durchgang lag der TSV-Routinier bereits mit 9:7 in Front, musste sich am Ende jedoch unglücklich mit 10:12 geschlagen geben – und damit auch im Gesamtspiel.
Für den Lichtblick aus Sicht des TSV sorgte Basti dafür einmal mehr in seinem ersten Einzel gegen den Chinesen Li Yongyin. Mit der Ruhe und Cleverness eines 45-Jährigen entwickelte sich ein spektakuläres Match mit hochklassigen Ballwechseln. Besonders der erste Satz war nichts für schwache Nerven: Nach einem 4:9- und 8:10-Rückstand wehrte Steger insgesamt vier Satzbälle ab und drehte den Durchgang noch zum 15:13. Am Ende belohnte er sich mit einem Fünfsatzerfolg, glich vorübergehend zum 1:1 aus und sicherte Bad Königshofen am Ende den einzigen Punkt des Abends.
Basti nach dem vorübergehenden Ausgleich zum 1:1 für den TSV
Im dritten Einzel hatte Filip Zeljko gegen den stark aufspielenden 32. der Weltrangliste, Anton Källberg, hingegen nur wenig entgegenzusetzen, sodass Düsseldorf den Gesamtsieg perfekt machte.
Filip auch mit neuer Frisur ohne Fortune gegen Anton Källberg
Stimmen zum Spiel
Kanak Jha (Düsseldorf):
„Beide Spiele, vor allem das gegen Basti Steger, waren extrem eng. Steger hat so viel Erfahrung und bringt während eines Matches ständig neue taktische Varianten. Mit 45 Jahren ist er immer noch unglaublich stark.“
André Bertelsmeier (TSV):
„Kanak hat mich in den ersten beiden Sätzen überrollt. Danach bin ich besser ins Spiel gekommen und hätte mit etwas Glück auch den Entscheidungssatz erreichen können. Wir sind mit der Einstellung reingegangen, um jeden Ball zu kämpfen.“
Mit Blick auf die angespannte Tabellensituation – der TSV liegt aktuell nur zwei Punkte vor dem Abstiegsplatz – zeigt sich Bertelsmeier dennoch kämpferisch:
„Wir haben ein schweres Restprogramm, aber keinen Gegner aus den Top Vier mehr. Wir gehen mit breiter Brust in die letzten Spiele und wollen alle drei gewinnen.“
Hat alles gegeben gegen Kanak Jha. Am Ende hat es (noch) nicht ganz gereicht gegen den Weltranglisten 28.
Andy Albert nicht unzufrieden mit der Leistung des Teams
Geschäftsführer TSV Andy Albert trotz Niederlage zufrieden:
„Die Mannschaft hat alles probiert und hat sich trotz des 1:3 rehabilitiert für die 0:3 Heimniederlage gegen Bergneustadt. Ein Bastian Steger war bärenstark. Was er abgeliefert hat mit seinen 45 Jahren war sensationell. Seine Autogramme waren am Schluss mehr gefragt als die der Düsseldorfer. Das heute war nur Kür. Die haben wir verloren. Gewinnen müssen wir am Sonntag gegen Grünwettersbach. Das ist absolute Pflicht.“
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Das Spiel in Zahlen:
Kanak Jha – Andre Bertelsmeier 3:1 (11:5, 11:7, 6:11, 11:7)
Li Yongyin – Bastian Steger 2:3 (13:15, 11:3, 11:9, 7:11, 8:11)
Anton Källberg – Filip Zeljko 3:0 (11:9, 11:4, 11:6)
Kanak Jha – Bastian Steger 3:1 (11:5, 11:8, 6:11, 12:10)

