Ohne Druck, aber auch ohne Spannung

TTBL

Er war gleich im ersten Spiel einem Sieg am nächsten: Filip Zeljko (Foto: Sportfoto Philipp Wohlfart)

Fehlende Spannung zum Saisonende

Am vorletzten Spieltag der Saison mussten wir uns auswärts bei der Post SV Mühlhausen mit 0:3 geschlagen geben. Nach unserem wichtigen Befreiungsschlag gegen Grünwettersbach schien bei uns ein wenig die Luft raus zu sein. Durch den Aufstiegsverzicht von Windsbach war der Klassenerhalt bereits gesichert, sodass der ganz große Druck fehlte.

In diesem Zusammenhang gönnten wir Basti, der bislang jede Partie bestritten hatte, eine verdiente Pause. Ebenso verzichteten wir auf eine Anreise von Xue Fei. Unser Gegner hingegen präsentierte sich hochmotiviert und wollte sich nach bislang nur drei Heimerfolgen unbedingt mit einem Sieg vom eigenen Publikum verabschieden – entsprechend verdient fiel der Erfolg für Mühlhausen am Ende auch aus.

Knackpunkt im ersten Einzel – und ein „Reim“, der nicht passt

Am nächsten an einem Punktgewinn waren wir gleich zu Beginn: Filip Zeljko lieferte sich mit Kay Stumper ein enges Duell, das durchaus auch zu unseren Gunsten hätte ausgehen können. Beim Stand von 11:8, 9:11, 13:11 und 11:9 ging die Partie jedoch an Mühlhausen.

Für Verwunderung sorgte im Anschluss die Einschätzung von Dyn-Moderator Christian Reim, der meinte, Filip hätte einen möglichen fünften Satz nicht verdient gehabt, da Stumper der bestimmende Spieler gewesen sei. Darauf können wir uns allerdings keinen Reim machen – dieses kleine Wortspiel sei erlaubt.

Ein Blick auf die Zahlen zeichnet nämlich ein anderes Bild: Die Luckypoint-Statistik sprach mit 6:0 klar für Stumper. Unter anderem auch der Matchball bei 10:9 ging mit Netzunterstützung an den Postler, während Filip im dritten Satz selbst einen Satzball bei 11:10 nicht nutzen konnte. Auch die Einschätzungen von Co-Kommentator Thomas Rudolph, der phasenweise von fehlendem Pech bei Stumper und wieder ein anderes Mal von fehlendem Glück bei Filip sprach, unterstreichen: Ein anderer Ausgang dieser Partie wäre keineswegs unverdient gewesen.

Ratlos 1: Filip deutet es nach dem Matchball an: Ein weiterer Punkt mit Netzunterstützung gegen ihn (Foto: Sportfoto Philipp Wohlfart)

Für Filip bot das Spiel ein Spiegelbild einer für ihn unglücklich verlaufenen, verkorksten Saison. In engen Situationen fehlte oft das nötige Fortune – von zwölf Sätzen in der Verlängerung gewann er bislang lediglich zwei, zehn gingen verloren. Noch deutlicher wird es in den Entscheidungssätzen: Von acht Fünfsatzspielen konnte er nur ein einziges für sich entscheiden.

Vorentscheidung und klare Verhältnisse

Im zweiten Einzel erwischte Daniel Habesohn bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte einen denkbar schlechten Start und lag schnell mit 0:8 zurück. Zwar kämpfte er sich noch einmal auf 6:8 heran, doch sein Gegner Cheng-Ting Liao blieb souverän und sicherte sich die Partie in drei Sätzen (11:7, 11:6, 11:9). Damit war eine Vorentscheidung gefallen.

Ratlos 2: Daniel Habesohn war an alter Wirkungsstätte chancenlos gegen den Taiwanesen Cheng Ting Liao

Nach der Pause trafen im dritten Einzel zwei deutsche Nationalspieler aufeinander. Steffen Mengel spielte sich dabei in einen echten Rausch und ließ Andre an diesem Tag beim 11:7, 11:5 und 11:8 keine Chance mehr – der 3:0-Heimsieg für Mühlhausen war perfekt.

Ratlos 3: Auch Andre hatte einem entfesselt spielenden Steffen Mengel an diesem Tag nichts entgegen zu setzen

Blick nach vorne

Nach der Partie zeigte sich Daniel selbstkritisch: In dieser Saison war insgesamt „der Wurm drin“, gerade in den entscheidenden fünften Sätzen konnten wir zu selten die Oberhand behalten. In der Summe war unsere Leistung über die Saison hinweg oft nicht gut genug.

Dennoch richten wir den Blick nach vorne: Am letzten Spieltag wollen wir uns noch einmal mit einem Erfolg von unseren tollen Fans verabschieden. Nach der Sommerpause greifen wir dann wieder an – mit dem klaren Ziel, es in der kommenden Saison deutlich besser zu machen.

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