Ein Tag zum Vergessen: TSV chancenlos gegen entfesselte Bergneustädter (Sämtliche Beitragsbilder Philipp Wohlfart)
Bergneustadt revanchiert sich eindrucksvoll in Bad Königshofen
Mit dem sechsten Sieg in Folge hat sich der TTC Schwalbe Bergneustadt in unserer shakehandsArena eindrucksvoll für die 0:3-Niederlage aus der Vorrunde revanchiert und gleichzeitig seine Ambitionen auf einen der vier Playoff-Plätze untermauert. Gegen einen entfesselt aufspielenden TTC waren wir an diesem Abend chancenlos. Das zeigt sich auch deutlich in der Satzbilanz: Bergneustadt gewann sämtliche Sätze: Ein solcher „Whitewash“ ist uns in der TTBL bislang erst ein einziges Mal passiert – ebenfalls zu Hause vor einigen Jahren gegen Werder Bremen.
Der Dosenöffner für den souveränen Sieg der Gäste war das erste Einzel. Xue Fei musste sich überraschend dem Franzosen Romain Ruiz geschlagen geben. Ruiz gelang damit nach Fan Zhendong bereits der zweite Sieg gegen einen Weltklassespieler aus China. Xue Fei fand in keinem der drei Sätze ein wirksames Mittel gegen die gefährlichen Aufschläge des Franzosen. Benedikt Duda verriet nach dem Spiel, dass genau diese Paarung von Bergneustadt bewusst angestrebt worden war: „Romain spielt sehr gut gegen Spieler wie Xue Fei, weil sie sein Spielsystem kaum kennen. So hat er auch schon Fan Zhendong geschlagen.“
Fand kein Mittel gegen die Aufschläge und die Spielweise von Romain Ruiz: Xue Fei
Romain Ruiz: Er stellte bereits im ersten Spiel des Tages früh die Weichen auf einen Auswärtssieg für Bergneustadt
Im zweiten Einzel traf Andre Bertelsmeier auf Benedikt Duda, der aktuell als Nummer 11 der Weltrangliste der beste deutsche Spieler ist. Andre war vor allem im zweiten Satz ganz nah am Satzgewinn – näher als jeder andere TSV-Spieler an diesem Abend. Bei 11:10, 12:11 und 13:12 hatte er gleich drei Satzbälle, konnte diese jedoch nicht nutzen. Am Ende setzte sich auch hier der Bergneustädter mit 3:0 durch.
Hatte gegen Duda seine Chancen vor allem im zweiten Satz mit drei Satzbällen in der Verlängerung: Andre Bertelsmeier
Im spektakulärsten Spiel des Tages gelang es schließlich auch Bastian Steger nicht, Leo de Nodrest zu stoppen, der an diesem Abend am Limit spielte. Auch hierfür hatte Benedikt Duda eine Erklärung: „Nachdem Basti keine Turniere mehr spielt, hat man ihm die vier Wochen Wettkampfpause angemerkt. Darauf haben wir natürlich ein wenig gehofft.“
Nach drei Jahren wieder einmal ein Sieg gegen unseren TSV: Ein strahlender Benedikt Duda am Dyn-Mikrofon
Damit gelang Bergneustadt erstmals seit drei Jahren wieder ein Sieg gegen uns – und erstmals seit vier Jahren wieder ein Erfolg in unserer shakehandsArena. Auf die Frage von Dyn-Moderator Jens Jung nach dem Spiel, ob seine Mannschaft wie ein Playoff-Teilnehmer aussehe, antwortete ein lächelnder Benedikt Duda: „Ja, das kann man so sagen. Es ist lange her, dass wir hier in Bad Königshofen gewonnen haben. Wir wussten, dass noch fünf schwere Spiele auf uns warten, darunter drei schwierige Auswärtsspiele. Wir müssen einfach liefern und in Topform anreisen – und das haben wir heute an den Tisch gebracht.“
Damit hatte er zweifellos recht: Der Sieg der Gäste war hochverdient und ein großer Schritt Richtung Playoffs – zumal der erste Verfolger TTC Ochsenhausen gleichzeitig sein Heimspiel mit 1:3 gegen Fulda verlor.
Zumindest mit Blick auf den Abstiegskampf gab es für uns auch eine positive Nachricht: Der ASC Grünwettersbach unterlag heute in Saarbrücken mit 1:3 und bleibt damit zwei Punkte hinter uns auf dem Abstiegsplatz. Für uns relevant in Punkto Abstiegskampf ist nun noch das Montagsspiel zwischen Grenzau und Borussia Dortmund. Sollte Grenzau verlieren, würden wir wieder auf Platz zehn vorrücken. Während die Frage nach den Playoff-Teilnehmern nach diesem Spieltag weitgehend geklärt scheint, bleibt der Kampf um den Klassenerhalt spannender denn je.
Das Spiel im Stenogramm:
TSV Bad Königshofen – TTC Schwalbe Bergneustadt 0:3
Xue Fei – Romain Ruiz 0:3 (7:11, 8:11, 9:11)
Andre Bertelsmeier – Benedikt Duda 0:3 (5:11, 13:15, 7:11)
Bastian Steger – Leo de Nodrest 0:3 (7:11, 5:11, 10:12)

