Zeljko erreicht Finale beim WTT Feeder in Düsseldorf mit einem 2. Platz
Vom 2. bis 6. März fand im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf der diesjährige WTT Feeder statt, der mit 30.000 US-Dollar dotiert ist. Für den TSV Bad Königshofen gingen Filip Zeljko und Andre Bertelsmeier an den Start.
Andre Bertelsmeier, an Position vier gesetzt, musste erst in der Runde der letzten 32 ins Turnier eingreifen. Dort ließ er dem für den ASC Grünwettersbach spielenden Brasilianer Guilherme Teodoro keine Chance und gewann souverän mit 3:0 (11:5, 11:3, 11:4).
Im Achtelfinale wartete mit Andrei Putuntica, ehemals für Werder Bremen aktiv, ein deutlich stärkerer Gegner. Nach einem spannenden und umkämpften Spiel setzte sich Andre schließlich mit 3:2 Sätzen (11:5, 11:8, 9:11, 7:11, 11:8) durch und zog ins Viertelfinale ein. Dort traf er auf den stark aufspielenden Belgier Adrien Rassenfosse vom TTC Bergneustadt, gegen den er trotz guter Leistung mit 0:3 (-9, -9, -7) unterlag.
Noch erfolgreicher verlief das Turnier für Filip Zeljko, der in den vergangenen Wochen und Monaten nach seiner Form gesucht hatte – in Düsseldorf fand er sie eindrucksvoll wieder. In der Runde der letzten 64 besiegte er zunächst den hoch eingeschätzten Japaner Tomoki Omoda mit 3:0 (13:11, 11:3, 13:11).
Anschließend traf er auf den deutschen Doppelmeister Wim Verdonschot vom 1. FC Köln, der dem deutschen Perspektivkader angehört. In einer engen Partie setzte sich Zeljko knapp, aber verdient mit 3:2 Sätzen durch (11:7, 10:12, 11:5, 8:11, 11:9).
Im Achtelfinale wartete mit Marek Badowski ein bislang unbekannter Gegner. Der 28-jährige Pole hatte sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt, doch Zeljko dominierte die Partie klar und gewann mit 3:0 (11:6, 11:7, 11:3).
Auch im Viertelfinale zeigte der Kroate eine starke Leistung. Gegen den Mühlhausener Spitzenspieler Steffen Mengel, der zuvor Kirill Gerassimenko (Werder Bremen) ausgeschaltet hatte, setzte sich Zeljko ebenfalls deutlich mit 3:0 (11:9, 11:7, 11:7) durch.
Im Halbfinale traf er auf den Luxemburger Luka Mladenovic vom TTC Grenzau. Mladenovic, der mit einem unangenehmen Antibelag auf der Rückhand spielt und erst kürzlich im Bundesligaspiel gegen Fulda Dimitrij Ovtcharov besiegen konnte, stellte eine besondere Herausforderung dar. Doch Zeljko behielt die Nerven: Nach einem hart umkämpften ersten Satz, den er mit 13:11 für sich entschied, stellte er sich immer besser auf den Grenzauer Belagspieler ein und dominierte die folgenden Durchgänge. Mit 3:0 (13:11, 11:8, 11:4) war es am Ende der souveräne Einzug ins Finale von Düsseldorf.
Dort kam es zum Duell mit Adrien Rassenfosse, der zuvor im Viertelfinale Andre Bertelsmeier aus dem Turnier geworfen hatte. Der Belgier, aktuell Nummer 66 der Weltrangliste, hatte dann im Halbfinale auch den Grünwettersbacher Nationalspieler Ricardo Walther (Weltrangliste 73) klar mit 3:0 (12:10, 11:4, 11:6) besiegt.
Unabhängig vom Ausgang des Finales stand bereits fest: Filip Zeljko wird in der Weltrangliste einen großen Sprung machen. Nach mehreren frühen Niederlagen bei internationalen Turnieren war der kroatische „Speedking“ zuletzt aus den Top 100 bis auf Platz 200 zurückgefallen. Durch den Einzug ins Finale von Düsseldorf erhielt Zeljko 90 Weltranglistenpunkte – 5 Punkte mehr, als er zuvor insgesamt auf seinem Konto hatte. 125 Punkte hätte es für den Sieg gegeben. Diesen holte sich Adrien Rassenfosse, der nach 0:2 Satzrückstand mit einer tollen Aufholjagd gegen Filip Zeljko mit 3:2 triumphierte. Trotz der Niederlage dürfte sich Filip im neuen Ranking am kommenden Dienstag wieder um etwa 60 Plätze verbessern und sich im Bereich um Platz 140 einordnen.
Finale WTT Feeder Düsseldorf 2026: Adrien Rassenfosse – Filip Zeljko. 9:11, 2:11, 11:7, 11:7, 11:6
Gelegenheit sich zu revanchieren haben Filip und auch Andre vielleicht schon bald. Am kommenden Spieltag der ttbl am 15.03. erwarten wir daheim Schwalbe Bergneustadt mit dem Weltranglistenelften Benedikt Duda und eben auch mit Adrien Rassenfosse, der sich durch seinen Sieg am Niederrhein in der neuen Weltrangliste mit einem neuen persönlichen Bestwert um Platz 50 einreihen wird.

