Dreizehn Vereine beantragen Lizenz für die TTBL-Saison 2026/27 – der Abstiegskampf spitzt sich zu
Alle zwölf aktuellen Vereine der Tischtennis Bundesliga (TTBL) haben fristgerecht ihre Lizenzunterlagen für die Saison 2026/27 eingereicht. Zusätzlich bewirbt sich mit dem TSV Windsbach ein ambitionierter Zweitligist um einen Platz in Deutschlands höchster Spielklasse. Damit liegen insgesamt dreizehn Bewerbungen für die zwölf verfügbaren Startplätze vor.
Mit dem Eingang der Unterlagen ist die erste Stufe des Lizenzierungsverfahrens abgeschlossen. In den kommenden Wochen werden nun die rechtlichen, personellen, administrativen, infrastrukturellen und finanziellen Voraussetzungen aller Bewerber sorgfältig geprüft.
Für uns als TSV Bad Königshofen bringt diese Entwicklung mehr Klarheit in der sportlichen Perspektive. Sollte der TSV Windsbach den Aufstieg sportlich realisieren – wofür am Saisonende mindestens Platz zwei in der 2. Bundesliga erforderlich ist – würde in der TTBL Tabellenplatz elf zum Klassenerhalt reichen. Aktuell führt Windsbach die 2. Bundesliga mit vier Punkten Vorsprung an, fünf Spieltage stehen dort noch aus. In Anbetracht des Restprogrammes der Mittelfranken werden sie dies aller Wahrscheinlichkeit nach erreichen und den Durchmarsch von der 3. Liga in die erste Liga realisieren können.
Für uns bedeutet das: Platz elf muss zwingend erreicht werden, wollen wir nicht im 60. Jahr des Abteilungsbestehens aus der ersten Liga absteigen.
Derzeit stehen wir auf Rang zehn der Tabelle. Auf den ersten Blick scheint das ein kleines Polster zu sein – bei genauerem Hinsehen jedoch ein trügerisches. Fünf Spieltage vor Saisonende beträgt unser Vorsprung auf den aktuellen Tabellenletzten, den ASC Grünwettersbach, lediglich zwei Punkte – bei einem ungünstigeren Spielverhältnis.
In dieser Konstellation kann jeder einzelne Zähler, jeder einzelne Spielgewinn in einem Match am Ende den Ausschlag, am Ende den Unterschied machen.
Andy Albert, Geschäftsführer Sport des Bundesligisten TSV Bad Königshofen. (Foto: Philipp Wohlfart)
Unser Geschäftsführer Sport, Andy Albert, kann der Situation auch positives abringen: „Eine Liga lebt von Auf- und Abstieg. Und der TTBL täte nach Jahren ein sportlicher Absteiger auch wieder einmal gut.“ (Anmerkung der Redaktion: Solange es nicht wir sind, lieber Andy!)
Besondere Brisanz erhält unser Heimspiel am 20. Spieltag:
Sonntag, 29. März, 15:00 Uhr
TSV Bad Königshofen – ASC Grünwettersbach
Dieses Duell trägt schon jetzt Endspielcharakter. Doch bevor es zu diesem direkten Aufeinandertreffen kommt, stehen für uns zwei echte Herausforderungen an.
Am 15. März empfangen wir den aktuellen Tabellenvierten TTC Schwalbe Bergneustadt, am 25. März treten wir auswärts beim Tabellenführer Borussia Düsseldorf an.
Neben uns und Grünwettersbach steckt auch der Tabellenelfte TTC Grenzau noch mitten im Abstiegskampf. Die Konstellation verspricht Hochspannung – vermutlich bis zum letzten Ballwechsel des 22. Spieltags. Hier treffen die aktuell letzten 4 der Tabelle direkt aufeinander.
Das Restprogramm der Plätze 10-12 im Überblick
TSV Bad Königshofen
15.03.26 | 17:00 Uhr | Heim | TTC Schwalbe Bergneustadt
25.03.26 | 18:30 Uhr | Auswärts | Borussia Düsseldorf
29.03.26 | 15:00 Uhr | Heim | ASC Grünwettersbach
14.04.26 | 18:30 Uhr | Auswärts | Post SV Mühlhausen
19.04.26 | 15:00 Uhr | Heim | TTC Bad Homburg
TTC Grenzau
18.03.26 | 19:00 Uhr | Heim | TTC Bad Homburg
23.03.26 | 19:00 Uhr | Auswärts | TTC Fulda-Maberzell
28.03.26 | 17:30 Uhr | Heim | Borussia Dortmund
15.04.26 | 18:30 Uhr | Auswärts | Borussia Düsseldorf
19.04.26 | 15:00 Uhr | Heim | ASC Grünwettersbach
ASC Grünwettersbach
15.03.26 | 14:00 Uhr | Auswärts | 1. FC Saarbrücken
23.03.26 | 18:30 Uhr | Heim | TTC Ochsenhausen
29.03.26 | 15:00 Uhr | Auswärts | TSV Bad Königshofen
16.04.26 | 19:00 Uhr | Heim | TTC Bergneustadt
19.04.26 | 15:00 Uhr | Auswärts | TTC Grenzau
Die Tabelle (ab Platz 8)
8. Post SV Mühlhausen. – 9 14:20
9. TTC Bad Homburg -10 12:22
10. TSV Bad Königshofen -14 10:24
11. TTC Grenzau -19 10:24
12. ASC Grünwettersbach -12 8:26
Eines ist klar: Wir haben es selbst in der Hand. Wir haben noch drei Heimspiele und nur noch zwei auswärts und wir treten noch daheim gegen zwei Mitkonkurrenten (Bad Homburg und Grünwettersbach) an.
Jedes Spiel, jeder Punkt, jeder Ballwechsel zählt. Jetzt gilt es mehr denn je, als Mannschaft geschlossen aufzutreten, die Energie aus der Halle mitzunehmen und gemeinsam mit unseren Fans die nötigen Spiele und Siege einzufahren
Die kommenden Wochen werden intensiv werden – aber wir sind bereit.

