Es war der erhoffte Sahnetag in Bergneustadt: 3:0 Auswärtssieg

TTBL

Beitragsbild: So sehen Sieger aus – Fans und Team glücklich nach dem 3:0 Sieg (Foto Heike Weber)

Überraschender Auswärtssieg in Bergneustadt – wir melden uns eindrucksvoll zurück

Mit einem in dieser Deutlichkeit kaum für möglich gehaltenen 3:0-Erfolg beim Tabellenvierten TTC Schwalbe Bergneustadt haben wir ein ganz starkes Zeichen im Abstiegskampf gesetzt. Die Gastgeber aus dem Oberbergischen waren in Bestbesetzung angetreten und hatten zuvor alle vier Heimspiele der Saison souverän gewonnen – umso höher ist unser Erfolg zu bewerten.

Die Voraussetzungen hätten schwieriger kaum sein können: Nach einem Saisonstart mit 2:16 Punkten standen wir massiv unter Druck, zumal Andre Bertelsmeier wegen eines DTTB-Lehrgangs in Südkorea fehlte und wir somit nur mit drei Spielern antreten konnten, die Mannschaft sich damit quasi selbst aufstellte. Zusätzlich hatte am Tag zuvor der überraschende Sieg von Grenzau in Grünwettersbach den Abstand zum rettenden Ufer weiter vergrößert. Uns war klar: Ein Sieg war enorm wichtig – aber beim heimstarken Tabellenvierten alles andere als wahrscheinlich.

Habesohn setzt ein Ausrufezeichen

Den Auftakt machte Daniel Habesohn gegen Benedikt Duda, die Nummer 12 der Weltrangliste. Daniel agierte von Beginn an sehr präsent, suchte die Nähe zum Tisch und setzte Duda immer wieder unter Zugzwang. In einem hochklassigen Match behielt Daniel in den entscheidenden Momenten die Nerven und gewann verdient mit 3:1 Sätzen.

Kapitän Steger souverän

Unser Kapitän Bastian Steger bestätigte diese starke Anfangsphase eindrucksvoll. Gegen den belgischen Nationalspieler Adrien Rassenfosse zeigte Basti eine äußerst konzentrierte und dominante Leistung. Er kontrollierte das Spielgeschehen über weite Strecken, ließ sich auch von kurzen Schwächephasen nicht aus dem Konzept bringen und sicherte uns mit einem klaren 3:1-Erfolg die 2:0 Pausenführung. Eine absolut souveräne Vorstellung.

Begleitet wurden wir dabei von fünf treuen TSV-Fans, die sich lautstark gegen mehrere Hundert Bergneustädter Anhänger stemmten und für echte Auswärtsatmosphäre aus unserer Sicht sorgten – auch das blieb den Kommentatoren nicht verborgen, die voller Bewunderung schon zur Pause einen Glückwunsch an diese aussprachen: „Sie pushen ihr Team richtig und nehmen es mit mehreren hundert Schwalbefans auf und das ohne Trommeln.“

Zeljko macht den Deckel drauf

Nun lag es an Filip Zeljko, den perfekten Abend zu vollenden. Gegen den formstarken Franzosen Romain Ruiz entwickelte sich ein intensives Spiel. Filip blieb geduldig, zeigte große mentale Stärke und entschied den fünften Satz mit seinem gewohnt emotionalen Spiel und viel Mut gerade bei den big points für sich. Damit war der 3:0-Auswärtssieg perfekt.

Ein Sieg mit großer Bedeutung

Am Ende war es der erhoffte Sahnetag: Alle eingesetzten Spieler punkteten, jeder einzelne rief sein Leistungspotenzial ab. Ein Blick auf die Tabelle zeigt jedoch auch, wie enorm wichtig dieser Erfolg für uns war.

Stimmen zum Spiel (Dyn)

Daniel Habesohn:
„Für uns lief die Saison bisher denkbar schlecht, deshalb ist dieser Sieg natürlich absolut toll. Die Punkte sind extrem wichtig für uns. Gegen Benedikt habe ich vor allem beim Rückschlag sehr gut gearbeitet, war danach sehr beweglich und nahe am Tisch. Ich konnte viel Druck machen, habe die Bälle sehr sauber getroffen und ihm nur wenige Chancen gelassen, selbst das Kommando zu übernehmen.“

Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt):
„Man muss sagen, dass Bad Königshofen heute sehr, sehr gut gespielt hat. Alle drei Spieler waren in Topform. Bei mir hat man gemerkt, dass die Saison schon sehr lang ist, da waren auch ein paar falsche Entscheidungen heute dabei. Dieses Team gehört definitiv nicht auf den letzten Platz, sondern mindestens ins Mittelfeld. Heute hat bei Bad Königshofen einfach alles gepasst – dafür kann man nur gratulieren.“

Das Spiel im Überblick:

Benedikt Duda  –  Daniel Habesohn  1:3  (8:11, 11:6, 5:11, 10:12)

Adrien Rassenfosse  – Bastian Steger  1:3  (5:11, 11:8, 8:11, 4:11)

Romain Ruiz  –  Filip Zeljko  2:3  (9:11, 6:11, 12:10, 11:3, 8:11)

Zum letzten Spiel des Jahres empfangen wir am Samstag Borussia Dortmund, die voraussichtlich in Bestbesetzung antreten werden – unter anderem mit Anders Lind (Weltrangliste 16) und dem Doppelweltmeister von 2021, Kristian Karlsson. Durch eine Zusatztribüne stehen noch einige wenige Sitzplätze zur Verfügung. Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

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