Am Ende mindestens 1 Konjunktiv zu viel: TSV unterliegt Ochsenhausen mit 1:3

TTBL

TSV Bad Königshofen unterliegt Meister Ochsenhausen nach großem Kampf mit 1:3

Ohne unsere beiden Stammkräfte Xue Fei und Andre Bertelsmeier standen wir am Wochenende vor einer echten Herkulesaufgabe: Mit den TTF Liebherr Ochsenhausen gastierte der amtierende Deutsche Meister in Bestbesetzung in der Shakehands-Arena. Angeführt wurde das Team aus Oberschwaben vom japanischen Weltklassespieler Shunsuke Togami (Weltrangliste Nr. 18), dem österreichischen Staatsmeister der letzten drei Jahre Andreas Levenko, sowie dem rumänischen Nachwuchsstar Iulian Chirita, der gerade rechtzeitig vom Star-Contender-Turnier in Indien zurückgekehrt war.

Unsere Marschroute war klar: Sollten wir Zählbares mitnehmen wollen, mussten die Partien gegen Levenko und Chirita gewonnen werden.

Traumstart durch Bastian Steger

Im ersten Einzel stellte Bastian Steger eindrucksvoll unter Beweis, warum er seit Jahren zu den stärksten Spielern der Liga zählt. Nach einem hart umkämpften Auftaktsatz gegen Andreas Levenko (13:11) agierte „Basti“ nahezu fehlerlos. Mit klugem platzierten Topspins und seiner überragenden Rückhand dominierte er die folgenden Durchgänge und sicherte sich diese deutlich mit 11:2 und 11:4. Der perfekte Auftakt – und die verdiente 1:0-Führung für den TSV.

Togami zeigt seine Klasse

Anschließend traf Daniel Habesohn auf Shunsuke Togami. Bereits im Hinspiel hatte Daniel den Japaner am Rande einer Niederlage. Auch diesmal präsentierte er sich kämpferisch und phasenweise auf Augenhöhe. Vor allem im zweiten Satz hätte er bei 11:10 Führung die Weichen für dieses Spiel anders stellen können. Doch Togami bewies seine Klasse, drehte den Durchgang noch und setzte sich letztlich mit 3:1 durch – der Ausgleich zum 1:1 zur Pause.

Bittere Fünfsatz-Niederlage für Filip Zeljko

Das dritte Einzel zwischen Filip Zeljko und Iulian Chirita entwickelte sich zum erwarteten Schlüsselspiel. Beide Akteure lieferten sich ein hochklassiges Duell mit spektakulären Ballwechseln. Im Entscheidungssatz lag Filip bereits mit 4:0 und 6:3 in Führung, musste sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben. Eine bittere Niederlage – und dennoch eine äußerst respektable Leistung unseres Kroaten.

Duell der Topspieler: Steger gegen Togami

Im abschließenden Spitzeneinzel kam es zum ersten direkten Aufeinandertreffen zwischen Bastian Steger und Shunsuke Togami – ein echtes Highlight für die Zuschauer in der Shakehands-Arena. Steger erspielte sich im ersten Satz den ersten Satzball, doch Togami konterte mit beeindruckender Geschwindigkeit und Präzision. Den zweiten Durchgang gab Steger nach höherem Rückstand zu Beginn bewusst ab, sammelte neue Energie und sicherte sich Satz drei mit 12:10. Im vierten Satz setzte sich jedoch erneut knapp die Qualität des Japaners mit 11:9 durch, der damit den 3:1-Gesamtsieg für Ochsenhausen perfekt machte.

Fazit

Trotz der 1:3-Niederlage herrschte in der Arena eine großartige Atmosphäre. Beide Teams boten attraktives Tischtennis auf hohem Niveau und begeisterten die Zuschauer. Auch wenn am Ende der Favorit die Oberhand behielt, können wir mit unserer Leistung absolut zufrieden sein. Unser Team wurde zu recht gefeiert und in eine vierwöchige Pause verabschiedet. Das nächste Spiel wird wieder ein Heimspiel sein. Gegner dann am Sonntag, den 15.03.2026 Schwalbe Bergneustadt. Die Mission Klassenerhalt geht dann in die nächste Runde, denn in der Tabelle bleibt es weiterhin spannend beim Kampf um den Klassenerhalt: Mit derzeit 10 Punkten rangieren wir auf Platz 10 – knapp vor Grenzau (ebenfalls 10 Punkte, Platz 11) und dem ASC Grünwettersbach (8 Punkte, Platz 12). Der Kampf um den Klassenerhalt ist somit völlig offen. Mit einer Leistung wie an diesem Wochenende sind wir – trotz der Niederlage – klar auf dem richtigen Weg.

Stimmen nach dem Spiel:

Shunsuke Togami machte wieder einmal den Unterschied. Mit zwei Einzelsiegen war er  „man of the Match“. Hier im Interview nach dem Spiel mit den beiden Dyn-Moderatoren Dr. Alois Spitzer und Jens Jung

Togami: Gegen Habesohn hatte ich bereits in der Vorrunde ein schwieriges Match. Es war auch dieses Mal brisant und eng. Ich habe am Ende sehr gut gespielt. gegen Steger hatte ich vorher noch nie gespielt und wollte unbedingt gewinnen. Er hat einen sehr guten Service. Es wurde ein sehr enges Match und ich bin froh, gewonnen zu haben.

Sympathisches Interview nach dem Spiel: Bastian Steger beantwortete im Dyn-Interview die Fragen der 11 jährigen bayerischen Meisterin Rosalie Ehrlicher vom TSV Bad Rodach. Rosalie ist bekennender Basti-Fan und bewältigte die ungewohnte Aufgabe äußerst souverän und charmant.

Steger: Habe das erste Mal gegen Togami gespielt. Muss schon sagen, ist eine wahnsinnige Schnelligkeit, die er an den Tag legt, eine brutale Schlaghärte, das war schon sehr beeindruckend. Habe versucht, ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen; es wäre am Ende ja auch fast noch einmal knapp geworden.

Das Spielstenogramm:

Bastian Steger  –  Andreas Levenko     3:0  (13:11, 11:2, 11:4)

Daniel Habesohn – Shunsuke Togami  1:3  (7:11, 11:13, 11:9, 4:11)

Filip Zeljko  –  Julian Chirita                  2:3  (12:10, 7:11, 11:5, 4:11, 8:11)

Bastian Steger –  Shunsuke Togami   1:3   (10:12, 4:11, 12:10, 9:11)

 

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