Schlußdoppel zu über 60% garantiert: 5 der letzten 8 Spiele wurden erst im Doppel entschieden: Hier der Jubel von Bertelsmeier und Habesohn beim Sieg über Allegro und Walker aus dem Februar diesen Jahres. (Foto Philipp Wohlfart)
TTBL: Bad Königshofen zum zehnten Mal in Grenzau
Wenn unser TSV Bad Königshofen am kommenden Spieltag beim TTC Zugbrücke Grenzau antreten muss, ist eines beinahe garantiert: Es wird eng. Die Begegnungen zwischen beiden Mannschaften haben in den vergangenen Jahren immer wieder für Spannung gesorgt. Fünf der letzten acht Duelle wurden erst im Schlussdoppel entschieden – viermal hatten dabei wir das bessere Ende für uns.
Dass dieses Duell seine ganz eigenen Geschichten schreibt, zeigt auch der Blick auf die vergangenen sechs Spielzeiten. Kein Team konnte in einer Saison beide Partien gegen den jeweiligen Gegner gewinnen (4 Heim- und zwei Auswärtssiege). Sechsmal ging es dabei sogar ins Schlussdoppel – viermal mit dem besseren Ende für unseren TSV. Mehr Ausgeglichenheit geht kaum.
Eine besondere Geschichte ist natürlich auch die von Martin Allegro. Der Belgier, der bei unseren Fans nach wie vor sehr beliebt ist, spielt inzwischen seine zweite Saison im Westerwald. In seiner ersten Grenzauer Saison kam er auf drei Siege bei zehn Niederlagen – zwei seiner drei Erfolge gelangen ausgerechnet gegen uns, gegen seinen früheren Verein. Beide Male musste sich dabei Daniel Habesohn geschlagen geben. Allegro wird also sicherlich auch diesmal besonders motiviert sein.
Beide Teams mit zusätzlichen Optionen
Im Vergleich zur vergangenen Saison gehen beide Mannschaften mit erweiterten Möglichkeiten in das Duell. Bei uns sorgt Liao Cheng-Ting dafür, dass wir neben unserem bewährten Quartett mit Bastian Steger, Daniel Habesohn, Filip Zeljko und Andre Bertelsmeier über einen weiteren bundesligatauglichen Spieler verfügen. Gleichzeitig sitzt im Vergleich zur letzten Saison mit Timo Neumann bei uns ein neuer Cheftrainer an der Bande.
Auch Grenzau hat auf der Trainerposition einen Wechsel vollzogen. Slobodan Grujic hat den Verein in Richtung Bad Homburg verlassen. Sein Nachfolger ist der 63-jährige Chinese Chen Zhibin. Auch im Spielerkader gab es eine Ergänzung: Neben Sam Walker wurde mit Liam Pitchford ein weiterer Engländer verpflichtet. Pitchford ist allerdings bislang noch nicht zum Einsatz gekommen.
Die große Konstante der vergangenen Jahre im Grenzauer Team ist Yi-Hsin Feng. Der Taiwanese, aktuell die Nummer 42 der Weltrangliste, war in den vergangenen Jahren so etwas wie die Lebensversicherung der Westerwälder. Diesmal allerdings müssen die Gastgeber auf ihn verzichten. Feng erhielt vom taiwanesischen Verband keine Freigabe, weil die Asienspiele bevorstehen und er an einem entsprechenden Vorbereitungslehrgang teilnimmt. Sein Fehlen ist für Grenzau zweifellos eine erhebliche Schwächung.
Damit rückt unter anderem Maciej Kubik noch stärker in den Mittelpunkt. Der Pole hat gerade gegen unseren TSV schon mehrfach gezeigt, dass er über sich hinauswachsen kann. Zuletzt sorgte er zudem für eine Überraschung, als er am vergangenen Spieltag dem bis dahin in der TTBL noch ungeschlagenen Japaner Shunsuke Togami die erste Saisonniederlage beibrachte. Und natürlich ist da noch Martin Allegro, der seine besondere Beziehung zu unserem TSV bereits in der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.
Die Ausgangslage vor dem fünften Spieltag ist für beide Mannschaften identisch: Sowohl Grenzau als auch wir stehen bei 2:6 Punkten. Grenzau gewann zum Auftakt in Mühlhausen, musste danach aber drei Niederlagen hinnehmen. Wir verloren unser Auftaktspiel gegen Grünwettersbach sowie anschließend gegen Borussia Düsseldorf und Liebherr Ochsenhausen. Unser bisher einziger Saisonsieg gelang – ebenso wie Grenzau – gegen Mühlhausen.
Damit ist klar, worum es geht. Timo Neumann bringt die Bedeutung der Partie auf den Punkt:
„Wer verliert wird sich erst einmal hinten einreihen müssen und wer gewinnt wird erst einmal etwas Luft zu den beiden Abstiegsplätzen haben und nicht frühzeitig wieder in diese immense Drucksituation geraten. Daher fahren wir mit dem klaren Ziel nach Grenzau, dort zwei Punkte mitzunehmen.“
Auch TSV-Manager Andy Albert sieht uns vor einer schwierigen, aber lösbaren Aufgabe:
„Wir können mit dem bisherigen Saisonverlauf – mit Ausnahme des Ochsenhausen-Spiels – recht zufrieden sein. Natürlich hätten wir uns aber gewünscht, unser Auftaktmatch gegen Grünwettersbach zu gewinnen. In Grenzau erwartet uns eine knifflige Aufgabe, die wir aber lösen können.“
Es ist also angerichtet für das nächste Kapitel einer Duell-Geschichte, die in den vergangenen Jahren kaum enger hätte sein können. Unser Ziel ist klar: Wir wollen aus dem Westerwald zwei Punkte mit nach Hause nehmen.
Das Spiel beginnt am Montag, 21.09.26 um 19:00 Uhr in Grenzau. Wie immer live und auf Abruf auf Dyn.

