TSV verliert nach Matchball im Schlussdoppel wichtige Punkte

TTBL

Unglücklicher geht es nicht: TSV verliert nach vergebenen Matchball mit 12:10 im Entscheidungssatz (alle Beitragsfotos: Sportfoto Philipp Wohlfart)

Drama in Grenzau: TSV gibt Sieg aus der Hand

21. September 2026, 22:06 Uhr. Der Spielstand zwischen dem TTC Zugbrücke Grenzau und unserem TSV Bad Königshofen: 2:2. Im Schlussdoppel steht es 2:2 nach Sätzen, 9:9 im Entscheidungssatz. Die Spannung ist kaum noch zu überbieten. Der nächste Punkt bringt den Matchball – für uns oder für Grenzau.

Wir holen ihn. 10:9 – Matchball für den TSV! Doch Grenzau wehrt ab. Danach haben die Westerwälder bei 11:10 selbst Matchball – und verwandeln ihn. 12:10 heißt es am Ende im fünften Satz. Damit gewinnt Grenzau ein hochklassiges und dramatisches Doppel und somit auch das gesamte Spiel mit 3:2.

Und trotzdem müssen wir uns an diesem Abend vor allem über uns selbst ärgern. Denn eigentlich hätten wir dieses Spiel gewinnen müssen. Zu viele Chancen hatten wir in der Hand. Bereits im vierten Satz hatten wir Führungen (6:3 bei 2:1 Satzführung), die wir nicht ins Ziel brachten. Und auch im entscheidenden fünften Durchgang lagen wir zunächst 5:1 vorne, mussten anschließend einen 7:9-Rückstand aufholen und hatten bei 10:9 erneut den Sieg vor Augen. Der Matchball war da – Grenzau konnte ihn abwehren. Bei 11:10 nutzten die Gastgeber dann ihre Chance. Ein Spiel, das wir angesichts dieser Möglichkeiten nicht verlieren dürfen.

Pitchford überragend – TSV zwischenzeitlich auf Siegkurs

Begonnen hatte der Abend mit dem ersten Einsatz von Liam Pitchford nach seiner Verletzung. Der viermalige Olympiateilnehmer und ehemalige Weltranglisten-12. zeigte eine herausragende Leistung und sagte anschließend im Dyn-Interview selbst, dies sei mit Abstand seine beste Vorstellung seit seiner Verletzung gewesen.

Zunächst bezwang der Engländer Liao Cheng-Ting mit 3:1.

Liao spielte erneut gut. Dennoch gelang ihm noch nicht der erste Saisonsieg.

Danach schlug unser Kapitän Bastian Steger den Polen Maciej Kubik souverän mit 3:0. Andre Bertelsmeier legte nach und ließ Martin Allegro ebenfalls keine Chance – ebenfalls 3:0. Damit lagen wir nach drei Einzeln mit 2:1 vorne und waren nur noch einen Sieg vom Auswärtserfolg entfernt.

Da war die TSV-Welt noch in Ordnung: Basti und Andre sorgten für die zwischenzeitliche 2:1 Führung

Doch Pitchford hatte an diesem Abend noch eine weitere Antwort parat. Gegen Basti gewann er mit 3:1 und glich zum 2:2 aus. Damit musste das Schlussdoppel entscheiden.

Liam Pitchford legte mit seinen zwei Einzelsiegen über Liao und Basti den Grundstein für den Sieg der Westerwälder und wurde zurecht „man of the match“.

 

Ein Schlussdoppel, das alles hatte

Und dieses Schlussdoppel hielt, was die Ausgangslage versprach. Bertelsmeier/Habesohn und Kubik/Allegro lieferten sich einen hochklassigen Schlagabtausch. Unser Doppel führte nach Sätzen mit 2:1 und im vierten Satz erneut aussichtsreich. Doch Grenzau kämpfte sich zurück.

Im Entscheidungssatz schien dann zunächst alles für uns zu laufen: 5:1 Führung für den TSV. Grenzau drehte den Satz, führte 7:9. Wir glichen wieder aus, gingen mit 10:9 in Führung und hatten damit Matchball. Doch der entscheidende Punkt wollte nicht fallen. Grenzau wehrte ab und nutzte anschließend selbst die erste eigene Chance zum 12:10.

Besonders bitter: Zweimal war es im Schlussdoppel am Ende hauchdünn die Netzkante, die uns den möglichen Erfolg nahm. Grenzau hatte am Ende das glücklichere Ende für sich. Einen wertlosen Sieg nach Sätzen konnten wir immerhin feiern – doch das hilft uns in der Tabelle nicht weiter.

Die Zitterpartie geht wieder los

Mit nun 2:8 Punkten wird der Kampf um den Klassenerhalt für uns auch in dieser Saison wohl wieder eine Zitterpartie. Gerade deshalb schmerzt diese Niederlage besonders. Denn wir hatten in Grenzau die große Chance, einen wichtigen Auswärtssieg mitzunehmen – und haben sie trotz mehrerer Führungen und eines eigenen Matchballs nicht genutzt.

Viel Zeit zum Ärgern bleibt uns allerdings nicht. Am kommenden Wochenende wartet mit dem 1. FC Saarbrücken TTder amtierende Triple-Sieger auf uns: Champions-League-Sieger, Deutscher Meister und Pokalsieger 2026. Die nächste Herausforderung könnte damit kaum größer sein.

TTC Zugbrücke Grenzau – TSV Bad Königshofen 3:2

Liam Pitchford – Liao Cheng-Ting 3:1 (11:8, 11:7, 10:12, 11:6)
Maciej Kubik – Bastian Steger 0:3 (8:11, 5:11, 9:11)
Martin Allegro – André Bertelsmeier 0:3 (7:11, 5:11, 8:11)
Liam Pitchford – Bastian Steger 3:1 (11:5, 11:6, 8:11, 11:7)
Kubik/Allegro – Bertelsmeier/Habesohn 3:2 (11:8, 9:11, 9:11, 11:6, 12:10)

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