{"id":8759,"date":"2020-08-17T12:29:12","date_gmt":"2020-08-17T10:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=8759"},"modified":"2020-08-17T12:30:17","modified_gmt":"2020-08-17T10:30:17","slug":"ein-gluecksgriff-fuer-die-jugendarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=8759","title":{"rendered":"Ein Gl\u00fccksgriff f\u00fcr die Jugendarbeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der hoch motivierte Oleksii Mesich ist neuer Tischtennis-Jugendtrainer beim TSV \u2013 Wie man in sehr jungen Jahren schon ein guter Trainer werden kann.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bad K\u00f6nigshofen (rd)<\/strong> Beim Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad K\u00f6nigshofen gibt man weiterhin der Jugend eine Chance. Das Pr\u00e4dikat \u201ej\u00fcngstes TTBL-Team\u201c hat man zwar nicht mehr. Aber als Jugendtrainer l\u00f6ste nunmehr Oleksii Mesich den 23-j\u00e4hrigen Marius Zaus ab, der sich beruflich umorientierte und in seine mittelfr\u00e4nkische Heimat zur\u00fcckkehrte. Oleksii, gesprochen Alexei, in der Tischtennishalle Alex genannt, ist sogar erst 19 Jahre jung. Er stammt aus Wei\u00dfrussland, eigentlich aus der Ukraine. Dort wuchs er in einem kleinen Dorf auf, ehe die Familie in die Stadt Donezk umzog. Von dort ist er im Ukraine-Krieg mit seinen Eltern nach Wei\u00dfrussland geflohen. Alex ist einer jener Osteurop\u00e4er, die in ganz jungen Jahren wie Hans im Gl\u00fcck ihr B\u00fcndel packen und aufbrechen gen Westen, um hier\u00a0 mit ihren Talenten ihr Gl\u00fcck zu suchen. Alex ist sogar einer, der zugleich als noch Lernender und bereits Lehrender im Nachwuchsbereich eingestiegen ist. Mit 17 Jahren\u00a0 kam er im Rahmen des Europ\u00e4ischen Freiwilligendienstes, dem \u201eBufdi\u201c vergleichbar, nach Deutschland, schloss sich als Jugendtrainer dem SV Schott Jena an und spielte auch aktiv in der Verbandsliga des Vereins.<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich fr\u00fch entschied er sich, \u201eals es f\u00fcr mich darum ging, mich pers\u00f6nlich zu verbessern oder die Trainer-Laufbahn einzuschlagen, f\u00fcr den Trainer.\u201c Drei Jahre lang besuchte er eine Tischtennis-Schule in Minsk, trainierte zwei Mal am Tag an f\u00fcnf Tagen die Woche. \u201eHier durfte ich mit WM- und Olympiateilnehmern aus Wei\u00dfrussland, z. B. mit Wiktoryja Pavlovich, trainieren. Und selber habe ich schon J\u00fcngere trainiert.\u201c Mit 19 musste er sich schon wieder entscheiden, als er von Andy Albert das Angebot bekam, nach Bad K\u00f6nigshofen zu kommen. \u201eIn einem Team von erfahrenen Trainern konnte ich in Jena meine Kenntnisse erweitern und mich weiterentwickeln.\u201c Dabei hat er gleich als Erstes angepackt, was n\u00f6tig ist, um sich in einem Gastland zu integrieren, sportlich, beruflich und privat: Er hat schnellstm\u00f6glich Deutsch gelernt. \u201eIch habe alle M\u00f6glichkeiten genutzt, die Sprache zu lernen, mit B\u00fcchern, Sprachprogrammen und viel\u00a0 Fernsehen, besonders Comedians.\u201c<\/p>\n<p>Oleksii kam mit null Deutschkenntnissen an und leitete in Jena sehr bald eigenverantwortlich Trainingsgruppen aller Altersstufen bis hin zu Erwachsenen. Jetzt, nach zwei Jahren, spricht er ein fast flie\u00dfendes Deutsch mit einem franz\u00f6sisch klingenden, sympathischen Akzent. In Andy Alberts Netzwerk war er schon bald eine Masche. \u00dcber Jenas Abteilungsleiter Ralf Hamrik, der auch schon in Bayern als Verbandstrainer arbeitete, nahm er Kontakt mit Oleksii Mesich auf. \u201eIch erfuhr viel Positives \u00fcber ihn und war \u00fcberrascht, wie gut er schon nach so kurzer Zeit Deutsch redet. Das ist wichtig f\u00fcr die Trainingsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.\u201c<\/p>\n<p>Alex setzte sich in den Zug, Andy holte ihn in Bad Neustadt ab und zeigte ihm, was er ihm als Arbeitsplatz zu bieten habe. Inzwischen hat Alex schon eine Reihe von \u00dcbungseinheiten hinter sich und zieht ein positives Zwischenfazit: \u201eDie Bedingungen hier in Bad K\u00f6nigshofen sind ausgezeichnet.\u201c Er ist bereits um- und eingezogen in eine vom TSV angemietete Wohnung, steht also im Gegensatz zu seinem Vorg\u00e4nger Marius Zaus (drei Tage) t\u00e4glich zur Verf\u00fcgung. \u201eNat\u00fcrlich hoffe ich, dass ich von Koji Itagaki, so einem ber\u00fchmten, erfolgreichen Trainer viel lernen kann.\u201c Der Respekt der Kinder und Jugendlichen ist ihm gewiss: \u201eSie h\u00f6ren sehr aufmerksam zu, wenn ich etwas erkl\u00e4re. Sie sind alle sehr motiviert und ehrgeizig, wollen sich st\u00e4ndig verbessern. Ich sehe immer wieder in den Kinderaugen den Wunsch, sehr gut in diesem Sport zu werden. Das macht mir viel Freude und ich hoffe, dass ich hier lange bleiben und arbeiten darf.\u201c<\/p>\n<p>Andy Albert hatte, so wie es sich anl\u00e4sst, wieder mal ein gutes N\u00e4schen bei einer Personalentscheidung: \u201eEr passt sehr gut zu uns, soll auch \u00fcber die SAG&#8217;s (Arbeitsgemeinschaften Verein\/Schule) in die Schulen rein und den Kindern unsere Sportart nahe bringen. Er ist ein Gl\u00fccksgriff.\u201c Die erfahrenen Josef Ort und Johannes Heusinger werden Alex unter die Arme greifen. \u201eAu\u00dferdem soll er unser Projekt Damen-Tischtennis zusammen mit Bad Rodach begleiten.\u201c Es sprechen in der Tat viele Komponenten wie sportliche, F\u00fchrungs- und Sozialkompetenz daf\u00fcr, dass Oleksii Mesich in Bad K\u00f6nigshofen seine vierte Heimat finden und sein Hans-im-Gl\u00fcck-Plan zur Win-win-Situation werden k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der hoch motivierte Oleksii Mesich ist neuer Tischtennis-Jugendtrainer beim TSV \u2013 Wie man in sehr jungen Jahren schon ein guter Trainer werden kann. Bad K\u00f6nigshofen (rd) Beim Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad K\u00f6nigshofen gibt man weiterhin der Jugend eine Chance. Das Pr\u00e4dikat \u201ej\u00fcngstes TTBL-Team\u201c hat man zwar nicht mehr. 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