{"id":7762,"date":"2019-03-17T22:12:58","date_gmt":"2019-03-17T21:12:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=7762"},"modified":"2019-03-17T22:18:40","modified_gmt":"2019-03-17T21:18:40","slug":"sensationeller-saisonabschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=7762","title":{"rendered":"Sensationeller Saisonabschluss"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wunder gibt es immer wieder &#8211; Zum zweiten Mal bei Borussia D\u00fcsseldorf gewonnen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bad K\u00f6nigshofen(rd)<\/strong> \u201eBorussia mit Bestbesetzung gegen Bad K\u00f6nigshofen.\u201c So schrieb die Westdeutsche Zeitung, aber nicht wegen des gro\u00dfen Respekts vor den \u201eOberfranken\u201c. Boll sei im letzten Spiel geschont worden, sollte Spielpraxis bekommen. Ebenso jene Topbesetzung, weil das Championsleague-R\u00fcckspiel gegen Jekaterinburg am Donnerstag bevorsteht und die Play-Offs n\u00e4chstes Wochenende gegen Saarbr\u00fccken beginnen, in die man mit einem positiven Ergebnis gehen wollte. Gehalten werden sollte auch der zweite Platz, um im m\u00f6glichen dritten Spiel Heimrecht zu genie\u00dfen. 1100 Zuschauer kamen, um diesen Aufgalopp in die entscheidende Phase der Saison mitzuerleben.<\/p>\n<p>Die Genussrechte hatte in den ersten zwei Spielen aber erst einmal der \u201eSparringspartner\u201c aus dem Grabfeld, gegen den man sich schon im Hinspiel ganz nah am Rand einer Niederlage bewegt hatte. Deren Headcoach Itagaki hatte mit den wenigen Trumpfkarten im Kader gepokert und Oikawa an Position 2 gestellt, Majoros an 1 und Ort an 3. Das bedeutete gleich zum Auftakt das eigentliche Einser-Duell Timo Boll gegen Mizuki Oikawa. In dem der kleine Japaner den Borussen, die ja gro\u00dfes Interesse an ihm f\u00fcr die n\u00e4chste Saison gezeigt hatten, demonstrierte, was ihnen entgangen und den K\u00f6nigsh\u00f6fern geblieben ist. 8:11 im ersten Satz f\u00fcr Boll: Alles im Lot, aber es deutete sich an, da geht noch was. Fortan spielte Oikawa mutig und rotzfrech, als w\u00fcsste er gar nicht, wo er spielt und gegen wen: Beim 30-fachen Deutschen Meister und gegen die Nummer 5 der Weltrangliste. Als Boll den zweiten Satz (9:11) abgegeben hatte und dann auch noch den dritten mit 11:13, da wankte das Denkmal und die 1100 st\u00fctzten ihn mit \u201eAuf geht\u2019s Timo, auf geht\u00b4s\u201c. Doch Trainer Danny Heisters und Manager Andreas Preu\u00dfs Mienen wurden immer finsterer. Im vierten Durchgang dann die obligatorische Konzentrationsdelle bei Oikawa zum 5:11. Doch im f\u00fcnften entzauberte er Timo Boll mit 11:7 und es sah aus, als entschuldigte er sich beim Shakehands beim besten deutschen Tischtennisspieler aller Zeiten \u2013 1:0 f\u00fcr den TSV.<\/p>\n<p>Nun hatte der von R\u00fcckenproblemen genesene Bence Majoros die Ehre gegen den Schweden Anton K\u00e4llberg. 11:7 f\u00fcr den jungen Ungarn im ersten Satz. Was war denn da los? Seine pers\u00f6nliche Bilanz versprach ja alles, nur keinen Sieg in diesem Spiel. 9:11 im zweiten Satz \u2013 also doch. 11:9 im dritten und 11:8 im vierten Satz zum 3:1-Erfolg. Warum nicht \u00f6fter und fr\u00fcher so, wertvoller Bence Majoros? 2:0 f\u00fcr den TSV.<\/p>\n<p>Nach der Pause stand Kilian Ort vor der Herkules-Aufgabe gegen den Schweden Kristian Karlsson, Nummer 15 der Weltrangliste. Auch der Borussen-Coach hatte gepokert. Mit ihm als Dreier war eher nicht zu rechnen gewesen. Karlsson schien bis in die Haarspitzen motiviert und sich seiner Verantwortung bewusst. Eine Niederlage und ein 0:3 gegen den Tabellenachten w\u00e4re keine Empfehlung f\u00fcr die anstehenden Aufgaben gewesen. Karlsson war so hei\u00df, dass er nicht einmal zwischen den S\u00e4tzen zu seinem Trainer ging, sondern seine Temperatur durch T\u00e4nzeln in der Box halten wollte. Kilian Ort spielte gro\u00dfes Tischtennis mit, weit besser, als es die 0:3-Niederlage vermuten l\u00e4sst. Es waren Nuancen bei den Ballwechseln, Promille an Details, die er weniger gut machte. F\u00fcr den Normal-Zuschauer h\u00f6chstens in Zeitlupe zu erkennen. Nur noch 2:1.<\/p>\n<p>Und 2:2, als Bence Majoros von Timo Boll in die Realit\u00e4t zur\u00fcck geholt worden war. Im ersten Satz hielt er noch ziemlich respektlos dagegen. Dann war kein Kraut mehr gewachsen gegen ihn. Wobei Bolls Mimik gelangweilt aussah, es nat\u00fcrlich nicht war. Sonderlich plagen musste er sich aber nicht. Doch Bence hatte sein Gesellenst\u00fcck schon vorher abgeliefert. Mehr erwartete niemand von ihm. Aber was war vom Doppel Oikawa\/Ort zu erwarten, das erst ein Mal \u00fcberhaupt zusammen spielte, vor drei Jahren in der 2. Liga bei Frickenhausen II. Die ersten zwei S\u00e4tze waren ern\u00fcchternd. Es best\u00e4tigte sich, was von Nicht-Eingeweihten zu bef\u00fcrchten war. Die \u00fcber Jahre eingespielte und erfolgreiche Rechts-Links-H\u00e4nder-Kombination Karlsson\/K\u00e4llberg spielte Doppel, die zwei K\u00f6nigsh\u00f6fer, etwas \u00fcberspitzt, zwei Einzel nebeneinander. Bei denen keiner den Platz hatte, um richtig zum Ball zu stehen und die Laufwege mehr Fluchtwege waren, um den anderen nicht zu st\u00f6ren. Zwei Mal 6:11, zwei Lehr- und Lern-S\u00e4tze. Die scheinbar zum Beschnuppern und Aneinander-Gew\u00f6hnen gereicht hatten. Jetzt spielten sie aber auch alles oder nichts, voll offensiv, weil Abwehrb\u00e4lle langsamer zur\u00fcck kommen und zum Ausweichen mehr Zeit bleibt. Aber 11:2 und dann noch 14:12 mit dem f\u00fcnften Satzball und rein in den Entscheidungssatz, der vorher sieben Mal in der Saison verloren ging. Doch die Zwei pushten sich, holten ihn sich mit 11:3. Sie herzten sich und Kilain hob Mizuki wie ein Kind auf die Schultern: Erstes Saisonspiel gewonnen, letztes auch und dazwischen sehr, sehr viel, das Appettit macht auf die n\u00e4chste Saison.<\/p>\n<div><strong>Ergebnisse:<\/strong><\/div>\n<div>Timo Boll- Mizuki Oikawa\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2:3(11:8\/9:11\/11:13\/11:5\/7:11)<\/div>\n<div>Anton K\u00e4llberg \u2013 Bence Majoros 1:3 (7:11\/11:9\/9:11\/8:11)<\/div>\n<div>Kristian Karlsson \u2013 Kilian Ort\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:0 (11:6\/11:8\/11:7)<\/div>\n<div>Timo Boll \u2013 Bence Majoros\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:0 (11:9\/11:2\/11:5)<\/div>\n<div>Karlsson\/K\u00e4llberg \u2013 Oikawa\/Ort\u00a0\u00a0 2:3 (11:6\/11:6\/2:11\/12:14\/3:11)<\/div>\n<div><strong>Oberschiedsrichter:<\/strong> Klaus Seipold<\/div>\n<div><strong>Zuschauer:<\/strong> 1100<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wunder gibt es immer wieder &#8211; Zum zweiten Mal bei Borussia D\u00fcsseldorf gewonnen. Bad K\u00f6nigshofen(rd) \u201eBorussia mit Bestbesetzung gegen Bad K\u00f6nigshofen.\u201c So schrieb die Westdeutsche Zeitung, aber nicht wegen des gro\u00dfen Respekts vor den \u201eOberfranken\u201c. Boll sei im letzten Spiel geschont worden, sollte Spielpraxis bekommen. 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