{"id":7584,"date":"2019-03-11T07:48:49","date_gmt":"2019-03-11T06:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=7584"},"modified":"2019-03-11T07:48:49","modified_gmt":"2019-03-11T06:48:49","slug":"manchmal-sogar-zu-schnell-fuer-das-auge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=7584","title":{"rendered":"Manchmal sogar zu schnell f\u00fcr das Auge"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit Turbo-Tischtennis rei\u00dfen Mizuki Oikawa und Hugo Calderano die Zuschauer von den Sitzen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bad K\u00f6nigshofen (rd)<\/strong> Es war ja auch nicht anders zu erwarten: Die G\u00e4ste zeigten den Gastgebern die H\u00f6rner, lie\u00dfen sie relativ gut mitspielen und aussehen und besiegten sie am Ende doch mit 3:1. Vielleicht w\u00e4re sogar ein f\u00fcnftes Match, das Entscheidungsdoppel, m\u00f6glich gewesen, wenn man mit der Aufstellung etwas gepokert h\u00e4tte. Bence Majoros blieb seine Abschiedsvorstellung n\u00e4mlich versagt, weil der R\u00fccken blockierte. Der f\u00fcr ihn eingesprungene Ersatzmann Filip Zeljko ging gegen den Polen Jakub Dyjas \u00fcber f\u00fcnf S\u00e4tze, verlor 2:3. H\u00e4tte man ihn an 2 gegen den Brasilianer Hugo Calderano, Nr. 6 der Weltrangliste, geopfert: Wenn er schon zwei S\u00e4tze gegen Dyjas gewann, h\u00e4tte Kilian Ort vielleicht drei holen k\u00f6nnen und das 2:1 gemacht.<\/p>\n<p>Doch nach diesem wunderbaren Sport-Nachmittag dachte niemand so quer in diese Richtung. Die G\u00e4ste aus dem Oberschw\u00e4bischen hatten diese Partie so ernst wie ein Play-Off-Spiel genommen und, entgegen Kilian Orts Vermutung, doch Hugo Calderano mit ins Grabfeld gebracht. Nach dem Motto, wenn schon kein Boll kam, \u201edann\u201c, so der Hallensprecher J\u00fcrgen Halbig, \u201epr\u00e4sentieren wir heute den Weltranglisten-besten Spieler, der je hier in der Halle gespielt hat.\u201c Die 653 zahlenden Zuschauer, also wahrscheinlich um die 800, wurden durch ihn vollauf entsch\u00e4digt. Doch zun\u00e4chst wollte der Publikumsliebling Mizuki Oikawa seinen Fans f\u00fcr die Tischtennis-Fastenzeit bis Ende August als Entsch\u00e4digung das 1:0 gegen den \u00f6sterreichischen Team-Europameister Stefan Fegerl liefern und die \u201eOchsen\u201c mit einem R\u00fcckstand ins Gr\u00fcbeln bringen. Er schaffte es, mit Bravour, hatte nur in den ersten zwei S\u00e4tzen schwer zu arbeiten (13:11\/7:11), lie\u00df dann aber (11:8\/11:5) nichts anbrennen &#8211; 1:0 f\u00fcr den Au\u00dfenseiter.<\/p>\n<p>Jetzt musste also Kilian Ort gegen Calderano an den Tisch, nach Timo Boll vor einem Jahr bei der Deutschen Meisterschaft der gr\u00f6\u00dfte Brocken seiner Laufbahn. Und das ausgerechnet einen Tag vor einem wichtigen DTTB-internen Turnier in D\u00fcsseldorf, als WM-Ausscheidung angesetzt hat, bei dem er gegen Bastian Steger und Ruwen Filus am Montagabend antreten muss. \u201eIch habe alles versucht, aber keinen Ball auf den Tisch gebracht\u201c, nahm er sich selber in die Mangel. F\u00fchrungen lie\u00df sein Gegner in allen drei S\u00e4tzen nur jeweils am Anfang zu. Dann setzte sich das gesamte Repertoire des Top-Ten-Spielers durch, war dieser in allen Details, vom Tempo \u00fcber die Schlagh\u00e4rte und Aufschl\u00e4ge bis hin zu den Returns und Kontern um ein paar Prozent besser. Doch Ort k\u00e4mpfte sich heran bis zu 8:8 im dritten Satz. Die Niederlage aber war in keiner Phase abzuwenden \u2013 1:1.<\/p>\n<p>Nach der Pause kam also die n\u00e4chste Chance des Backups Filip Zeljko gegen den Dreier der G\u00e4ste Jakub Dyjas, um seinen Verein darin zu best\u00e4tigen, dass er willens und geeignet ist, diese Rolle in der n\u00e4chsten Saison erneut zu spielen. Zwei S\u00e4tze gegen den WR-69. zu gewinnen, h\u00e4tte dem Kroaten, der in jener Liste mit 0 gef\u00fchrt wird, wohl kaum jemand zugetraut. Doch der extrovertierte K\u00e4mpfer und Teamplayer, der angeblich zurzeit mehr denn je trainiert und in den kroatischen National-Kader wieder aufgenommen wurde, \u00fcberraschte alle, auch Dyjas, mit einem 11:8 im ersten Satz. Doch dann schien er demaskiert, so wie er im zweiten und dritten Durchgang (5:11\/2:11) unterging. Da schien er von Dyjas viel weiter weg als Ort von Calderano. Doch Filip tauchte wieder auf, und als er den vierten Satz mit 11:9 f\u00fcr sich entschieden hatte, tobten die Fans. Sollte ausgerechnet er die G\u00e4ste auf die Verliererstra\u00dfe dr\u00e4ngen?<\/p>\n<p>Im f\u00fcnften Satz spielte der Kroateaber, als h\u00e4tte ihm der Pole den St\u00f6psel aus der Wanne gezogen. Das erneute 2:11 mochte man ihm jedoch nicht ver\u00fcbeln. Zu toll hatte er sich gewehrt, zu sch\u00f6n hatten seine \u201eDoppelp\u00e4sse\u201c mit dem Publikum funktioniert, das ihm hoch anrechnete, wie er sich selber aus dem Schlamassel zog. Doch jetzt stand das Spitzeneinzel Oikawa gegen Calderano bevor. Die 6 der Welt gegen die 77, hohe Wettquoten garantiert. Andererseits ist diesem Japaner am Ende seiner vierten Saison beim TSV Bad K\u00f6nigshofen fast alles zuzutrauen. Wonach es nach den verlorenen S\u00e4tzen 1 und 2\u00a0 nicht mehr aussah. Dieses Turbo-Tischtennis mit programmierter Hochgeschwindigkeit und brutaler H\u00e4rte aber riss alle Beobachter von den Sitzen, auch wenn es ein 0:3 gegeben h\u00e4tte. Es war auch schon in den ersten zwei S\u00e4tzen ein Duell auf Augenh\u00f6he, eine Mischung aus brachial-gewaltigem und feinf\u00fchligem Tischtennis, bei dem es keine langen Ballwechsel gab, manchmal zu schnell f\u00fcr das menschliche Auge.<\/p>\n<p>Doch Mizuki erk\u00e4mpfte seinen Fans noch drei weitere S\u00e4tze Tischtennis auf Weltklasse-Niveau. Er gewann die Durchg\u00e4nge 3 und 4, und die Halle wurde zum Tollhaus. Es gab auch kaum entt\u00e4uschte Gesichter, h\u00f6chstens das von Mizuki Oikawa, als er im f\u00fcnften Satz doch klein beigeben musste: Keine Schande f\u00fcr ihn, keine f\u00fcr sein Team gegen den Pokalsieger und, wer wei\u00df, wom\u00f6glich auch den neuen Deutschen Meister.<\/p>\n<div><strong>Ergebnisse:<\/strong><\/div>\n<div>Mizuki Oikawa \u2013 Stefan Fegerl \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:1\u00a0\u00a0 (13:11\/7:11\/11:8\/11:5)<\/div>\n<div>Kilian Ort \u2013 Hugo Calderano\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a00:3\u00a0\u00a0 (6:11\/4:11\/8:11)<\/div>\n<div>Filip Zeljko \u2013 Jakub Dyjas\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a02:3\u00a0 (11:8\/5:11\/2:11\/11:9\/2:11)<\/div>\n<div>Mizuki Oikawa \u2013 Hugo Calderano\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a02:3\u00a0 (9:11\/6:11\/11:9\/11:8\/5:11)<\/div>\n<div><strong>Oberschiedsrichter:<\/strong> Tilman Kissinger<\/div>\n<div><strong>Zuschauer:<\/strong> 653<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Turbo-Tischtennis rei\u00dfen Mizuki Oikawa und Hugo Calderano die Zuschauer von den Sitzen Bad K\u00f6nigshofen (rd) Es war ja auch nicht anders zu erwarten: Die G\u00e4ste zeigten den Gastgebern die H\u00f6rner, lie\u00dfen sie relativ gut mitspielen und aussehen und besiegten sie am Ende doch mit 3:1. 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