{"id":6696,"date":"2019-02-11T07:45:32","date_gmt":"2019-02-11T06:45:32","guid":{"rendered":"http:\/\/impreza.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=6696"},"modified":"2019-03-03T14:27:30","modified_gmt":"2019-03-03T13:27:30","slug":"diesmal-auf-der-gewinner-seite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=6696","title":{"rendered":"Diesmal auf der Gewinner-Seite"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00fchsamer und gl\u00fccklicher Arbeitssieg beim Tabellenschlusslicht<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bad K\u00f6nigshofen (rd)<\/strong>\u00a0Wer den Bad K\u00f6nigsh\u00f6fer Bundesliga-Tischtennis-Cracks die Daumen dr\u00fcckt und ihre aktuelle Form kennt, der richtete sich gestern Nachmittag bei st\u00fcrmischem Wetter drau\u00dfen ganz gem\u00fctlich drinnen vor dem PC ein auf einen entspannteren Tischtennis-Nachmittag als an so vielen Sonntagen dieser Saison ein. Die Mannschaft um Kilian Ort spielte zwar als Vorletzter beim Letzten. Doch zehn Punkte Vorsprung bei Punktgleichheit mit Bremen, Gr\u00fcnwettersbach und Grenzau und 0:30 Punkten von J\u00fclich sollten doch die Relationen zurecht r\u00fccken. Es war angerichtet: Jene drei sollten verlieren und der TSV gewinnen und schon w\u00e4re man wieder Siebter. Doch so funktioniert Sport im Allgemeinen und Tischtennis im Speziellen nicht. Zumindest f\u00fcr diese Runde gilt: Es gibt f\u00fcr Bad K\u00f6nigshofen keinen Gegner, bei dem man so einfach die Punkte abholen kann. Es wurde also wieder kein entspanntes Zuschauen.<\/p>\n<p>Es war, so viel schon an dieser Stelle, das spannendste Spiel, das die J\u00fclicher Zuschauer in dieser Saison zu sehen bekamen. Wieder mussten die K\u00f6nigsh\u00f6fer \u00fcber 23 von 25 m\u00f6glichen S\u00e4tzen gehen. Ob es Einstellungssache war bei den G\u00e4sten? Bei den Gastgebern auf jeden Fall, die stimmte. Ein Fragezeichen war auch ausger\u00e4umt: Kilian Orts Schulter lie\u00df seine Mithilfe zu. Doch zur Pause h\u00e4tte es statt 1:1 durchaus 2:0, aber auch 0:2 gegen die Rh\u00f6n-Grabfelder stehen k\u00f6nnen. Die Partie begann mit einem 0:6-R\u00fcckstand von Kilian Ort. Aber hohe F\u00fchrungen waren gestern keine Lebensversicherung in diesem insgesamt verr\u00fcckten Spiel. Kilian Ort hatte zwar in der 2. Bundesliga schon zwei Mal gegen den Belgier Martin Allegro verloren. Aber der ging mit 0:16-Bilanz an den Tisch und machte doch f\u00fcr Ort die Nordhalle von J\u00fclich zur H\u00f6lle. Der Ort noch entrann: Er holte sich diesen Satz noch mit 13:11. Sollte dieser Satz das Strickmuster f\u00fcr den ganzen Spielverlauf sein?<\/p>\n<p>Sehr wohl! Kilian Ort hatte im vierten Satz bei 8:4 den Sieg zum Greifen nah, schlug sich an die Schl\u00e4fe bei 8:7 und sch\u00fcttelte ungl\u00e4ubig den Kopf bei 8:10, konnte das 8:11 und den f\u00fcnften Satz aber nicht vermeiden. In diesem lag er 5:0 vorne, strapazierte auch hier nicht nur seine eigenen Nerven und zitterte sich in diesem noch leicht verr\u00fcckten Spiel zum 11:7 durch. Aber eben doch zur 1:0-F\u00fchrung.<\/p>\n<p>Wesentlich verr\u00fcckter verlief Mizuki Oikawas Match gegen den in der R\u00fcckrunde noch sieglosen Robin Devos, den er im Hinspiel klar im Griff hatte. Danach sah es in diesem Spiel auch immer wieder aus. Aber jedes Mal, wenn der Hase, der Japaner, davon gelaufen schien, war der Igel, der Belgier, schon da. 10:6 f\u00fchrte Oikawa im ersten Satz, dann schlich sich auch bei ihm das Ort-Allegro-Syndrom ein \u2013 11:13. Auch Oikawa sch\u00fcttelte ungl\u00e4ubig den Kopf. 9:6-F\u00fchrung im vierten Satz und noch einmal 10:9-Matchball. Hier stand wom\u00f6glich das gesamte Match auf der Kippe. Am Ende 12:14. Insgesamt hatte Oikawa bei seiner dritten 2:3-Niederlage hintereinander (nach M\u00fchlhausen) zw\u00f6lf Satzb\u00e4lle, gewann aber nur zwei S\u00e4tze. Devos machte aus deren acht drei S\u00e4tze und seinen f\u00fcnften Sieg in dieser Saison.<\/p>\n<p>Wie w\u00fcrde das Duell der zwei Spieler aus der hintersten Abteilung der erfolgreichen Spieler enden, Dennis Klein (1:12) gegen Bence Majoros (3:13)? Auch das dritte Einzel sollte \u00fcber f\u00fcnf S\u00e4tze gehen. Wie so oft lag Majoros mit 2:1 vorne und brach hinten raus wieder v\u00f6llig ein. Nach 2:11 im f\u00fcnften Satz reckte Dennis Klein die Siegerfaust nach oben, zum zweiten Mal in dieser Saison \u2013 1:2-R\u00fcckstand f\u00fcr den TSV. Danach stellte Mizuki Oikawa wieder Reset auf Null, machte mit Allegro kurzen Prozess. Er glich zum 2:2 aus und sorgte daf\u00fcr, dass der ehemalige Europapokalsieger J\u00fclich zum ersten Mal in der Saison ein Doppel spielen durfte, die K\u00f6nigsh\u00f6fer zum siebten Mal.<\/p>\n<p>Jedem war inzwischen klar, dass sie Allegro, ihren Schw\u00e4chsten, taktisch auf die Eins gestellt hatten, um die Besseren in dem von beiden \u201eLotterie\u201c und \u201eElfmeterschie\u00dfen\u201c genannten Schlussdoppel aufbieten zu k\u00f6nnen. Die ersten zwei \u201eElfer\u201c setzten die TSV\u00b4ler Ort\/Majoros gegen Devos\/Klein in den Sand, deutlich mit 5 und 7. Da war wenig Abstimmung, viel Sich-im-Weg-Stehen. Da gibt es f\u00fcr die Zukunft dringend \u00dcbungs-Bedarf. Dennoch zogen die G\u00e4ste von 4:4 auf 10:4 davon, machten erst wieder auf Hase und Igel, dann aber doch mit 11:7 zu, ebenso im vierten Satz. Im f\u00fcnften, dem insgesamt 23., setzte sich jenes Strickmuster zun\u00e4chst fort. Dann legte Kilian Ort m\u00e4chtig zu, machte kaum noch Fehler. Majoros h\u00e4tte eigentlich nur noch den Ball halten m\u00fcssen. Ab 4:4 zogen sie ihren verunsicherten Gegnern aber doch noch den Zahn und machten endlich einmal in einem Match \u00fcber f\u00fcnf Spiele den Sack zu. Elfmeterschie\u00dfen haben eben immer ungl\u00fcckliche Verlierer. Ein Ruhmesblatt war das aber nicht f\u00fcr den TSV und passte so gar nicht in die Aufbruchstimmung nach dem Steger-Transfer.<\/p>\n<div><strong>Ergebnisse:<\/strong><\/div>\n<div>Martin Allegro \u2013 Kilian Ort\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2:3\u00a0 (11:13\/11:9\/6:11\/11:8\/7:11)<br \/>\nRobin Devos \u2013 Mizuki Oikawa\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:2 (13:11\/11:13\/8:11\/14:12\/11:8)<br \/>\nDennis Klein \u2013 Bence Majoros\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:2 (11:7\/10:12\/9:11\/11:5\/11:2)<br \/>\nMartin Allegro \u2013 Mizuki Oikawa\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 0:3 (7:11\/8:11\/9:11)<br \/>\nDevos\/Klein \u2013 Ort\/Majoros\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2:3 (11:5\/11:7\/7:11\/7:11\/6:11)<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fchsamer und gl\u00fccklicher Arbeitssieg beim Tabellenschlusslicht Bad K\u00f6nigshofen (rd)\u00a0Wer den Bad K\u00f6nigsh\u00f6fer Bundesliga-Tischtennis-Cracks die Daumen dr\u00fcckt und ihre aktuelle Form kennt, der richtete sich gestern Nachmittag bei st\u00fcrmischem Wetter drau\u00dfen ganz gem\u00fctlich drinnen vor dem PC ein auf einen entspannteren Tischtennis-Nachmittag als an so vielen Sonntagen dieser Saison ein. 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