{"id":6685,"date":"2019-02-24T08:09:05","date_gmt":"2019-02-24T07:09:05","guid":{"rendered":"http:\/\/impreza.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=6685"},"modified":"2019-03-03T14:31:09","modified_gmt":"2019-03-03T13:31:09","slug":"siebte-23-niederlage-der-saison-gegen-den-play-off-finalisten-bergneustadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=6685","title":{"rendered":"Wieder nichts f\u00fcr schwache Nerven"},"content":{"rendered":"<p><strong>Siebte 2:3-Niederlage der Saison gegen den Play-Off-Finalisten Bergneustadt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bad K\u00f6nigshofen (rd)\u00a0<\/strong>\u00a0Kann ein Verein im zweiten Jahr Bundesliga schon einen Angstgegner haben? Wenn ja, dann gibt es noch vier, gegen die der TSV Bad K\u00f6nigshofen schon ganz nah dran war, aber noch nie gewinnen konnte. Der TTC Schwalbe Bergneustadt war einer bis gestern und bleibt dies auch, wenn man das bittere Ende allein f\u00fcr sich sieht. Diese klare Doppelniederlage im f\u00fcnften und entscheidenden Spiel nach 2:1-F\u00fchrung f\u00fcr die K\u00f6nigsh\u00f6fer war so untypisch wie nur irgend etwas f\u00fcr diesen Schlagabtausch auf Augenh\u00f6he des Tabellensiebten mit dem Dritten. Mit Angst hatte das partout nichts zu tun. Diesmal war man so nah dran wie noch nie, h\u00e4tte den Sack aber zu einem 3:1 zu machen m\u00fcssen. Denn gegen Drinkhall\/Robles, das beste Doppel der Liga, hatten Ort\/Majoros keine Chance. Und so gab es also die vierte Liga-Niederlage gegen Bergneustadt und die siebte mit 2:3 in dieser Saison.<\/p>\n<p>Wobei die Partie begann, als ginge es diesmal ruck zuck den Bach runter. Mizuki Oikawa, der flei\u00dfigste Punktesammler der TSV\u00b4ler, startete gegen Paul Drinkhall, f\u00fcr seine Verh\u00e4ltnisse, unterirdisch und beendete das Match in einem Spielrausch. Da waren zeitlich nur zweieinhalb S\u00e4tze (3:11 und 4:11), vielleicht zehn Minuten, zwischen H\u00f6lle und Himmel. So wie in diesen beiden Durchg\u00e4nge und bis zum 3:8 im dritten hatte man den kleinen Japaner noch nie gesehen, seine in der Halle anwesenden Landsleute auch nicht. Da bewegte er sich auf ganz d\u00fcnnem Eis mit der vierten Niederlage im neuen Jahr darunter. Doch dann stand er auf wie Ph\u00f6nix aus der Asche, zauberte ein Tischtennis gegen den Briten auf den Tisch, dass sich selbst eingefleischten Mizuki-Fans die H\u00e4rchen auf den Armen stellten.<\/p>\n<p>Keinen Punkt lie\u00df er Drinkhall mehr im dritten Satz (11:8) und gewann auch den vierten. Die Fans in der Halle waren aus dem H\u00e4uschen &#8211; aber nichts f\u00fcr Herzkranke, dieser Tatort Shakehands-Arena. Im f\u00fcnften Satz stand bei 9:9 alles wieder bei Null und dann 11:9 f\u00fcr Oikawa und 1:0 f\u00fcr den TSV. Jetzt h\u00e4tte Bence Majoros, wahrscheinlich aus taktischen Gr\u00fcnden von 3 auf 2 vorger\u00fcckt, seinem Arbeitgeber TSV Bad K\u00f6nigshofen beinahe Kummer auf hohem Niveau gemacht. Was h\u00e4tte der junge Ungar, lautstark angefeuert von mehreren Fans aus seiner Heimat, f\u00fcr Argument f\u00fcr eine Fehlentscheidung gehabt, ihn nach Saisonende ziehen zu lassen! Einen, der einen der Besten der Liga, Benedikt Duda, 45. der Weltrangliste, zu schlagen imstande ist!<\/p>\n<p>War er aber nicht. Obwohl Bence, wie so oft, mit 2:1-S\u00e4tzen in F\u00fchrung ging, im dritten Satz zwei Satzb\u00e4lle abwehrte. Einen, der Weltklasse-Schl\u00e4ge in seinem Repertoire hat, sie aber nicht mit der n\u00f6tigen Konstanz abrufen kann. Diesen Duda da hatte er fast in der Pfanne im vierten Satz, lie\u00df ihn aber wieder raus, zwang ihn wenigstens zum ersten Mal diese Saison in einen f\u00fcnften Satz. Aber auch dieses mentale Terrain beherrschte Bene Duda: 11:6 f\u00fcr ihn, 1:1-zur Pause. Nun wollte also Kilian Ort das 2:1 f\u00fcr seinen TSV, Nr. 214 der Weltrangliste mit 9:7-Bilanz, gegen den Spanier Alvaro Robles, Nr. 54 und 12:5. Aber Kilian ist ein klassischer Teamplayer!<\/p>\n<p>Tischtennisspieler feuern sich oft selber mit W\u00f6rtern und Ausdr\u00fccken an, die es in keinem W\u00f6rterbuch gibt. Kilian Ort gebrauchte vom 1:0 im ersten Satz an ein bekanntes, leicht vom spanischen \u201ehussa\u201c abgewandeltes \u201ehossa\u201c. Es bleibt sein Geheimnis, ob das einen psychologischen Hintergrund hatte oder reiner Zufall war. Jedenfalls hatte er, hossa-schnell, die ersten zwei S\u00e4tze f\u00fcr sich entschieden und fiel dann in ein Konzentrations-Tal im dritten. Gewiss kann auch er in seiner zurzeit bestechenden Form so ein Niveau nicht unbegrenzt abrufen. Nach 0:7 und 3:11 hatte Robles auf einmal wieder Anschluss gefunden. Im vierten Durchgang war Ort aber wieder zur\u00fcck und spielte ein Tischtennis mit Feingef\u00fchl und brachialer Gewalt &#8211; und wilder Entschlossenheit bei jedem Spielstand. Mit einem letzten \u201ehossa\u201c versenkte er seinen vierten Matchball zum 12:10 und 2:1 f\u00fcr den TSV.<\/p>\n<p>Damit war klar: Der bessere Einser der beiden so ungleichen Gladiatoren Mizuki Oikawa und Benedikt Duda w\u00fcrde dieses Match wohl vor-entscheiden. Der Japaner lag schnell 7:2 vorne. Und jetzt zeigte sich, aus welchem Holz das Bergneust\u00e4dter Eigengew\u00e4chs geschnitzt ist. Er gew\u00e4hrte Oikawa noch ein P\u00fcnktchen bis zum 8:11. Doch diese Zwei waren sich gegenseitig die Herausforderung schlechthin. Schlie\u00dflich ging es ganz nebenbei auch um die Krone des erfolgreichsten Spielers der TTBL. Im zweiten Satz drehte Mizuki den Spie\u00df um \u2013 11:8. Und im dritten war Duda wieder da \u2013 8:11. Kein Wunder, aber keineswegs unverdient, dass ihm die Tischkante den Matchball zum 9:10 bescherte. Das 9:11 zum 2:2-Zwischenstand erledigte er wieder selber. Und dann machte das Top-Doppel der Liga (7:1-Bilanz) \u2013 hossa \u2013 mit 3:0 den Sack zu: Zum siebten 3:2-Sieg von Bergneustadt, zur siebten 2:3-Niederlage von Bad K\u00f6nigshofen.<\/p>\n<div><strong>Ergebnisse:<\/strong><\/div>\n<div>Mizuki Oikawa \u2013 Paul Drinkhall\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:2\u00a0 (3:11\/4:11\/11:8\/11:7\/11:9)<br \/>\nBence Majoros \u2013 Benedikt Duda\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2:3 (11:6\/3:11\/12:10\/8:11\/6:11)<br \/>\nKilian Ort \u2013 Alvaro Robles\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:1 (11:8\/11:6\/3:11\/12:10)<br \/>\nMizuki Oikawa \u2013 Benedikt Duda\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1:3 (8:11\/11:8\/8:11\/9:11)<br \/>\nOrt\/Majoros \u2013 Robles\/Drinkhall\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 0:3 (8:11\/8:11\/6:11)<br \/>\n<strong>Zuschauer:<\/strong> 433<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siebte 2:3-Niederlage der Saison gegen den Play-Off-Finalisten Bergneustadt Bad K\u00f6nigshofen (rd)\u00a0\u00a0Kann ein Verein im zweiten Jahr Bundesliga schon einen Angstgegner haben? 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