{"id":15676,"date":"2026-09-25T22:17:07","date_gmt":"2026-09-25T20:17:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=15676"},"modified":"2026-09-25T22:25:40","modified_gmt":"2026-09-25T20:25:40","slug":"bastis-sieg-war-am-ende-zu-wenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=15676","title":{"rendered":"Bastis Sieg war am Ende zu wenig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unser TSV fordert den Triple-Sieger in Bestbesetzung &#8211; Eine Niederlage die Mut macht<\/strong><\/p>\n<p>Am 6. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) stand f\u00fcr uns eine der schwersten Aufgaben der gesamten Saison auf dem Programm: die Ausw\u00e4rtspartie beim amtierenden Triple-Sieger 1. FC Saarbr\u00fccken-TT. Angesichts unserer aktuellen Tabellensituation \u2013 mit 2:8 Punkten lagen wir vor der Partie punktgleich mit M\u00fchlhausen und Bergneustadt auf dem 10. Platz \u2013 war die H\u00fcrde im Saarland ohnehin extrem hoch.<\/p>\n<p>Dass die Gastgeber uns extrem ernst nahmen, zeigte sich an ihrer Aufstellung: Nach der 0:3-Niederlage mit einer Rumpftruppe am vergangenen Spieltag in Ochsenhausen machten die Saarl\u00e4nder gegen uns keine Experimente mehr. Sie schickten genau das Team ins Rennen, mit dem sie das Triple verteidigen wollen. Zum erst zweiten Mal in dieser Saison boten sie ihre absolute Top-Verpflichtung auf: den Brasilianer Hugo Calderano, die Nummer 7 der Welt. Da auch Patrick Franziska (Nr. 24) und Eduard Ionescu (Nr. 54) im Aufgebot standen, war klar: Der TSV brauchte einen Sahnetag, um etwas Z\u00e4hlbares aus dem Saarland mitzunehmen.<\/p>\n<p>Wir reisten mit Ausnahme von Filip Zeljko komplett an. Unser Trainer Neumann entschied sich neben Basti Steger und Andre Bertelsmeier f\u00fcr Daniel Habesohn als dritten Akteur. Am Ende mussten wir uns zwar mit einer 1:3-Niederlage geschlagen geben, doch diese Partie war alles andere als ein R\u00fcckschlag \u2013 sie macht Mut f\u00fcr die kommenden Aufgaben! Denn letztlich war es an diesem Tag lediglich ein \u00fcberragender Hugo Calderano, der den Unterschied ausmachte.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die Spiele im Detail<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Hugo Calderano vs. Andre Bertelsmeier | 3:0 (11:6, 11:5, 11:9)<\/strong><br \/>\nUnser amtierender U21-Europameister Andre Bertelsmeier hatte im ersten Einzel gegen den brasilianischen Weltklassespieler einen extrem schweren Stand. In den ersten beiden S\u00e4tzen war Andre fast chancenlos \u2013 Calderano agierte schlicht zu druckvoll und zu hart. Im dritten Durchgang zeigte Andre jedoch gro\u00dfen Kampfgeist und erspielte sich F\u00fchrungen von 4:1 und 7:4. Am Ende bewies der Brasilianer seine Klasse, drehte den Satz zum 11:9 und sicherte Saarbr\u00fccken die 1:0-F\u00fchrung.<\/p>\n<p><strong>Eduard Ionescu vs. Daniel Habesohn | 3:2 (7:11, 11:6, 7:11, 11:5, 11:5)<\/strong><br \/>\nVor fast genau einem Jahr hatte Daniel in Bad K\u00f6nigshofen souver\u00e4n mit 3:1 triumphiert, weshalb Coach Neumann mit der Aufstellung unseres \u00d6sterreichers an Position eins taktisch richtig gepokert hatte. Daniel erwischte einen Traumstart und holte den ersten Satz hochverdient mit 11:7. Nach einem Durchh\u00e4nger im zweiten Satz (6:11) \u00fcbernahm Daniel im dritten Durchgang wieder das Regiment. Mit seinen variantenreichen Aufschl\u00e4gen stellte er Ionescu vor immense Probleme (der Rum\u00e4ne machte im gesamten Satz nur einen Punkt bei Daniels Aufschlag) und holte den Satz mit 11:7. Dem klaren 4:11-Satzausgleich folgte der entscheidende f\u00fcnfte Satz. Nach einer 4:2-F\u00fchrung f\u00fcr Daniel wendete sich das Blatt: Beim Seitenwechsel f\u00fchrte Ionescu knapp mit 5:4. Auch ein strategisches Timeout unsererseits nutzte nichts mehr. Bei Daniel war leider der Stecker gezogen \u2013 mit 5:11 ging der Punkt zum 2:0-Pausenstand an Saarbr\u00fccken. Ein echtes F\u00fcnfzig-F\u00fcnfzig-Spiel, das mit etwas Gl\u00fcck auch in unsere Richtung h\u00e4tte kippen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Patrick Franziska vs. Basti Steger | 2:3 (9:11, 9:11, 11:5, 11:2, 8:11)<\/strong><br \/>\nNach der Pause folgte der gro\u00dfe Auftritt unseres Kapit\u00e4ns Basti Steger gegen den bis dato in der TTBL noch ungeschlagenen Patrick Franziska (4:0 Siege). Basti zeigte von Beginn an eine taktische Meisterleistung, sicherte sich den ersten Satz \u00fcber ein 9:9 mit 11:9 und holte im zweiten Satz einen 2:6-R\u00fcckstand auf. Trotz einer fr\u00fchen Auszeit von Franziska blieb Basti cool und stellte mit einem weiteren 11:9 auf eine \u00fcberraschende 2:0-Satzf\u00fchrung. Danach kam der aktuelle Nationalspieler besser auf und glich mit 11:5 und 11:2 aus. Im f\u00fcnften Satz zeigte sich wieder einmal, warum Basti unser absolutes Mentalmonster ist: Beim Wechsel f\u00fchrte er bereits mit 5:2 und baute den Vorsprung auf 7:2 aus. Zwar verk\u00fcrzte Franziska noch einmal auf 7:6 (Timeout TSV), doch Basti zog auf 10:7 davon und nutzte seinen 2. Matchball eiskalt zum 11:8-Erfolg. Dies war sein elfter Sieg aus den letzten zw\u00f6lf F\u00fcnfsatz-Spielen \u2013 eine Wahnsinns-Serie, die f\u00fcr das erstklassige Nervenkost\u00fcm unseres Kapit\u00e4ns spricht.<\/p>\n<p>Hugo Calderano vs. Daniel Habesohn | 3:0 (11:3, 11:5, 11:5)<br \/>\nIm vierten Einzel machte der Champions-League-Sieger dann den Sack zu. Daniel war gegen einen wie entfesselt aufspielenden Calderano chancenlos. Der Top-Ten-Spieler aus Brasilien agierte an diesem Tag auf einem v\u00f6llig anderen Level und bewies, warum er zu den absoluten Ausnahmek\u00f6nnern weltweit geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Unser Fazit<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die 1:3-Niederlage beim Branchenprimus ist kein Grund, den Kopf h\u00e4ngen zu lassen. Hugo Calderano hat an diesem Tag schlicht den Unterschied gemacht.<\/p>\n<p>Die Punkte f\u00fcr den Klassenerhalt m\u00fcssen wir gegen andere Teams holen. Ein wichtiges Detail macht Hoffnung: Nach sechs Spieltagen haben wir bereits gegen die ersten drei Mannschaften der Tabelle (D\u00fcsseldorf, Ochsenhausen und Saarbr\u00fccken) gespielt. Ab sofort warten auf dem Papier leichtere, sprich auch machbare Aufgaben auf uns, in denen wir uns f\u00fcr unseren Aufwand belohnen wollen. Wir brauchen Punkte, und die Mannschaft ist bereit, sich diese zu holen!<\/p>\n<p><strong>Unser Youngster Andre Bertelsmeier ordnete das Geschehen nach dem Spiel im Dyn-Interview treffend ein:<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn Hugo Calderano auf diesem Top-Top-Niveau spielt, dann war das heute eine Lehrstunde f\u00fcr mich. Der Knackpunkt, wo es heute auch in unsere Richtung h\u00e4tte laufen k\u00f6nnen, war das Spiel von Daniel gegen Eduard Ionescu. Edi ist auch ein toller Spieler, das ist ein klassisches Fifty-Fifty-Spiel. Schade, dass wir das verloren haben, ich h\u00e4tte gerne noch das Schlussdoppel gesehen. Basti hat wieder ein Riesenspiel gemacht. Wir versuchen jetzt, unseren Punktestand von 2:10 so weit wie m\u00f6glich wegzuschieben und positiv in die n\u00e4chsten Spiele zu gehen. F\u00fcr mich geht es jetzt erst einmal zum China Smash und dann zur EM&#8220;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser TSV fordert den Triple-Sieger in Bestbesetzung &#8211; Eine Niederlage die Mut macht Am 6. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) stand f\u00fcr uns eine der schwersten Aufgaben der gesamten Saison auf dem Programm: die Ausw\u00e4rtspartie beim amtierenden Triple-Sieger 1. FC Saarbr\u00fccken-TT. 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