{"id":11133,"date":"2024-04-29T13:58:01","date_gmt":"2024-04-29T11:58:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=11133"},"modified":"2024-04-29T13:59:02","modified_gmt":"2024-04-29T11:59:02","slug":"als-tabellendritter-in-die-play-offs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=11133","title":{"rendered":"Als Tabellendritter in die Play-offs"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Der TSV Bad K\u00f6nigshofen schl\u00e4gt Mainz und zieht mit Saarbr\u00fccken, D\u00fcsseldorf und Bremen in die Play-offs ein<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bad K\u00f6nigshofen Die Franken und die Th\u00fcringer diesseits des Rennsteigs an sich sind keine Emotionsmonster. Die von dort regelm\u00e4\u00dfig in die Shakehands-Arena zu den Spielen des TSV Bad K\u00f6nigshofen kommen, vielleicht ein bisschen schon. Doch diesen Sonntagabend um 18.03 Uhr, als der TSV\u00b4ler Jin Ueda gegen den Mainzer YongYin Li den Matchball zum 11:9 zu seinem Sieg, f\u00fcr den seiner Mannschaft (3:0) und den f\u00fcr die Play-off-Teilnahme verwandelt hatte, brachen die Gef\u00fchle eruptionsartig aus ihnen heraus. Da rockte die Arena, lagen sich Bekannte, als Saisonkarten-Nachbarn, und Wildfremde wie beste Freunde in den Armen.<\/p>\n<p>Dieser 14 Stunden sp\u00e4ter wieder als Dreifach-Schulturnhalle dienende Tischtennis-Tempel erlebte das gr\u00f6\u00dfte sportliche Ereignis, seit er vor knapp 50 Jahren erbaut wurde. Dasselbe gilt f\u00fcr den TSV 1861 Bad K\u00f6nigshofen Abteilung Tischtennis, der mit der Platzierung als Dritter im Endklassement der TTBL-Saison das Herausragendste in der langen Tradition der bayerischen TT-Hochburg geschafft hatte.<\/p>\n<p>Eine Saison, die es angesichts extremer personeller Engp\u00e4sse zun\u00e4chst nur zu \u00fcberstehen galt, wurde mit der Teilnahme am Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gekr\u00f6nt, die als Play-offs nach dem Modus \u201eBest of three\u201c ausgetragen wird. Bad K\u00f6nigshofen (3.\/24:16) ist die gro\u00dfe Kleinstadt-Ausnahme zusammen mit Saarbr\u00fccken (1.\/34:6), D\u00fcsseldorf (2.\/26:14) und Bremen (4.\/22:18). Am Pfingstmontag geht\u2019s los mit dem Heimspiel gegen den 33-fachen Deutschen Meister und sechsmaligen Champions-League-Sieger Borussia D\u00fcsseldorf. Mit den Weltklasse-Athleten Timo Boll, dem Europameister Dang Qiu und dem Schweden Anton K\u00e4llberg.<\/p>\n<p>Diesen Triumph, der acht Tage vorher gegen M\u00fchlhausen (1:3) noch nicht vollendet werden konnte,\u00a0 machten Bastian Steger, Filip Zeljko und Jin Ueda mit einer h\u00f6chst ambitionierten und konzentrierten Leistung perfekt. Martin Allegro w\u00e4re der Garant, weil bisher unbesiegt, im Schlussdoppel gewesen, wenn es dazu gekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Dabei ist es schon eine sonderbare Ironie und Choreographie des Schicksals, dass die Mannschaft des Lokalmatadors Kilian Ort, die sukzessive um ihn herum aufgebaut worden war, ausgerechnet in der Saison diesen Erfolg feiern darf, die er wegen zweier R\u00fccken-OP\u00b4s komplett auslassen musste. Ob er ihn als Geschenk zu seinem 28. Geburtstag Tags zuvor annimmt, entscheidet der \u201eKilly\u201c mit seinem Sportlerherz ganz allein f\u00fcr sich. Lobeslieder sangen die Fans und Josef Weber, der Fronts\u00e4nger der Ping Pong Ultras, immer wieder auch auf ihn, obwohl er \u00fcberhaupt nicht anwesend war. Und zwar so laut, als solle er sie bis D\u00fcsseldorf h\u00f6ren: Empathische Emotionen, die unter die Haut gingen.<\/p>\n<p>Betrachtet man dieses mit 123 Minuten k\u00fcrzeste Spiel der Saison nur von den nackten Spiel- und Satz-Ergebnissen her, 3:0 und 9:1, k\u00f6nnte man es als eine lockere und entspannte Einheit zum Saisonabschluss wahrnehmen. Was es mitnichten war und was die jeweiligen Spielverl\u00e4ufe auch zum Ausdruck brachten. Was mag allerdings den Mainzer Trainer Tomasz Kasica dazu bewogen haben, dass er seinen Besten, den Chinesen Yongyin Li, an drei\u00a0 stellte, wo er nur ein Einzel bestreiten durfte? Wohl nur, dass er hinten raus das Doppel spielen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Es blieb aber beim Konjunktiv. Bad K\u00f6nigshofen spielte mit hohem Aufwand, machte letztendlich aber auch kurzen Prozess. F\u00fcnf der zehn S\u00e4tze wurden mit dem Minimalabstand von zwei B\u00e4llen entschieden, nur einer ging in die Verl\u00e4ngerung bis 12:10. Wobei sich die Mannschaft in dieses Selbstbewusstsein in den gemeinsamen Tagen zuvor hinein verschworen hatte. Unter den Fans wollten manche das Abstiegsgespenst aus der Play-off-Zone heraus beobachtet haben. Aber nicht lange, dann hatte es der TSV-Leitwolf Bastian Steger h\u00f6chst pers\u00f6nlich mit 11:9\/11:7\/11:9 gegen den Rum\u00e4nen Rares Sipros ver- und die Stimmung nach oben getrieben.<\/p>\n<p>Auch im zweiten Einzel, Filip Zeljko gegen den Italiener Carlo Rossi, gab es keinen Satzgewinn f\u00fcr das Team aus der Carneval-Hochburg in der Tischtennis-Hochburg. Nur im ersten Satz strapazierte Filip seine und die Nerven der Fans, musste bei 8:10 zwei Satzb\u00e4lle abwehren. Nach 12:10\/11:6\/11:5 war aber auch seine Mission erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>W\u00fcrde ausgerechnet der in der ersten Saisonh\u00e4lfte wegen eines Wechselfehlers gesperrte Jin Ueda im Asiaten-Duell gegen YongYin Li den Play-off-Sack zumachen? Machte er, verlor zwar den ersten und einzigen Satz 8:11. Doch Mitte des zweiten bei 6:6 hatte er ihn sich zurecht gedengelt, lie\u00df nichts mehr anbrennen. Um dann sich und das Team feiern zu lassen, mit \u201eOh, wie ist das sch\u00f6n\u201c und \u201eDeutscher Meister wird nur der TSV.\u201c\u00a0 Basti Steger war ger\u00fchrt, dass die Augen feucht wurden: \u201eDas ist die Leistung jedes Einzelnen im Verein.\u201c Und Filip Zeljkos Augen gl\u00e4nzten \u00e4hnlich: \u201eIch bin einfach \u00fcbergl\u00fccklich gerade.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong><\/p>\n<p>Steger \u2013 Sipos 3:0 (11:9\/11:8\/11:9);<\/p>\n<p>Zeljko \u2013 Rossi 3:0 (12:10\/11:6\/11:5)<\/p>\n<p>Ueda \u2013 YongYin Li 3:1 (8:11\/11:9\/11:6\/11:9)<\/p>\n<p><strong>Zuschauende:<\/strong> 676<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>rd<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der TSV Bad K\u00f6nigshofen schl\u00e4gt Mainz und zieht mit Saarbr\u00fccken, D\u00fcsseldorf und Bremen in die Play-offs ein Bad K\u00f6nigshofen Die Franken und die Th\u00fcringer diesseits des Rennsteigs an sich sind keine Emotionsmonster. 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