{"id":11100,"date":"2024-03-27T15:28:10","date_gmt":"2024-03-27T14:28:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=11100"},"modified":"2024-03-27T15:28:10","modified_gmt":"2024-03-27T14:28:10","slug":"gluecklich-und-verdient-fast-schon-durch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=11100","title":{"rendered":"Gl\u00fccklich und verdient fast schon durch"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Der TSV Bad K\u00f6nigshofen gewann nach D\u00fcsseldorf auch das zweite Spitzenspiel in Grenzau mit 3:2 und braucht, wenn \u00fcberhaupt, noch einen Sieg.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bad K\u00f6nigshofen\u00a0 Der Grat zwischen \u201egl\u00fccklich\u201c oder \u201everdient\u201c ist beim Tischtennis besonders schmal. Mehr als in manch anderen Sportarten, besonders wenn die Stoppuhr entscheidet. Und Ansichtssache zudem. Der Sieg des TSV Bad K\u00f6nigshofen, Tabellendritter der TTBL und hei\u00dfester Anw\u00e4rter auf das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft, beim Vierten TTC Zugbr\u00fccke Grenzau war vielmehr \u201egl\u00fccklich und verdient.\u201c 3:2 Spiele, 10:10 S\u00e4tze, 189:194 B\u00e4lle: Enger geht nicht. Schon deshalb, weil zwei der f\u00fcnf Spiele auf der Kippe hin und her wippten und von K\u00f6nigsh\u00f6fern gewonnen wurden.<\/p>\n<p>Verdient auf jeden Fall wegen der Teamleistung des TSV, weil bei den Westerw\u00e4ldern nur der \u00fcberragende Yi-Hsin Feng beide Einzel, sonst keiner etwas gewann. Diesem Taiwanesen an Eins, mit nunmehr 19:7-Bilanz, war auch Filip Zeljko als Zweier mehr oder weniger \u201egeopfert\u201c worden. Er unterlag nach hartem Hin und Her mit 9:11\/8:11\/6:11 \u2013 verdient. Und wenn sich die 50 TSV-Fan-Bus-Insassen, eh eine Einzelerscheinung in dieser Bundesliga, unterst\u00fctzend noch so ins Zeug legten. Der \u201eSpeedking\u201c aus Kroatien hatte nichts wirklich gefunden, wie er Feng, besonders zum Satz-Ende hin, h\u00e4tte aufhalten k\u00f6nnen. Man musste damit rechnen: Einkalkulierter 0:1-R\u00fcckstand.<\/p>\n<p>Einkalkuliert war aber auch ein Sieg von Jin Ueda gegen den Engl\u00e4nder Sam Walker. Eigentlich stand er auch nie in Frage, war klarer als der von Feng. Nur einmal erschraken die 50 und der ganze TSV-Staff, als bei 5:5 im ersten Satz Jin die schwarze R\u00fcckenorthese unter dem blauen Trikot hervor auf den Boden fiel. Es blieb der einzige Moment, in dem auch er nicht unverwundbar schien.\u00a0 Dann aber nutzte er total solide den Klassenunterschied mit 11:5\/11:6\/12:10, glich zum 1:1 aus.<\/p>\n<p>Gegen den halb so alten, tags zuvor polnischer Vizemeister gewordenen Maciej Kubik (21) holte der TSV-Protagonist Bastian Steger die 2:1-F\u00fchrung. Was sich leichter anh\u00f6rt als es war. \u201eBasti fantasti\u201c, wie es bei seinem Abgang frenetisch aus dem TSV-Fan-Block t\u00f6nte, h\u00e4tte n\u00e4mlich ums Haar zum ersten Mal als K\u00f6nigsh\u00f6fer drei Einzel hintereinander (nach den beiden von D\u00fcsseldorf) verloren. Dabei war es ein Spiel, das er eigentlich schon gewonnen, dann beinahe verloren hatte und dann doch noch mit 12:10 im f\u00fcnften Satz f\u00fcr sich entschied. Im zweiten Satz vergab er bei 10:7 drei Satzb\u00e4lle zum 10:12, im vierten einen Matchball bei 10:9. Im f\u00fcnften war er bei 8:10 fast schon weg vom Fenster, wehrte zwei Matchb\u00e4lle ab und gewann seinen ersten \u2013 2:1 f\u00fcr \u201eImmer-wieder-TSV.\u201c Damit hatte \u201eBasti\u201c seinen Heldenstatus in Bad K\u00f6nigshofen zementiert und verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>Das folgende Einserduell war zugleich das Asiaten-Duell von Yi-Hsin Feng und Jin Ueda, die sich von vielen gemeinsamen Trainingseinheiten im Grenzauer TT-Leistungszentrum her bestens kennen. Die T\u00fcr zu den Play-offs stand offen. Man musste \u201enur\u201c noch hindurch gehen. Entweder Ueda jetzt oder das Doppel danach. Ueda war aber nur im ersten Satz (11:6) der Bessere. Dann hatte der Taiwanese des Japaners Unterschied vom Trainings- zum Wettkampf-Modus analysiert, zog ihm den Zahn und glich f\u00fcr die Brexbachtaler zum 2:2 aus.<\/p>\n<p>Also doch wieder Entscheidung im Schlussdoppel: Diese Runde die gro\u00dfe St\u00e4rke des TSV, mitverantwortlich f\u00fcr die beste Saison in der Vereinsgeschichte. Nicht m\u00f6glich war allerdings die Nominierung des Erfolgsdoppels von D\u00fcsseldorf Ueda\/Allegro, weil Ueda, als Einser aufgeboten, seine zwei Eins\u00e4tze schon hinter sich hatte. Aber auch Steger\/Allegro waren gro\u00dfe Chancen einzur\u00e4umen. Dass sie sich aber f\u00fcnf S\u00e4tze lang gegen Kubik\/Walker, die wahrscheinlich st\u00e4rksten Doppelgegner dieser Saison, so schinden mussten, war denn doch \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>In der, wie sich herausstellte, besseren Gegen\u00fcber-Konstellation des ersten Satzes war es schon schwer genug \u2013 und gl\u00fccklich. Erst vier Satzb\u00e4lle abgewehrt, dann den ersten eigenen zum 14:12 verwandelt. Im zweiten Satz (4:11) chancenlos. Im dritten, in der Erfolgskonstellation, erst den vierten Satzball (11:9) verwandelt. Im vierten drei Satzb\u00e4lle bei 7:10 abgewehrt, dann doch 9:11 unterlegen. Und im f\u00fcnften von 3:7 auf 10:7 davon gezogen und mit 11:8 den Satz, das Match und das Spiel gewonnen \u2013 gl\u00fccklich und verdient \u2013 nach 3:35 Stunden. Und wahrscheinlich die Play-offs erreicht. Wozu maximal, wenn \u00fcberhaupt, noch ein Sieg aus den letzten zwei Begegnungen gegen M\u00fchlhausen und Mainz n\u00f6tig ist. \u201eDas Spiel heute hat alles geboten und war hoch dramatisch\u201c, atmete Steger hinterher tief durch. \u201eMan ist manchmal zwischendurch ratlos, darf halt nie aufgeben. Danke an die Fans\u201c- Beben in der Halle &#8211; \u201eihr hattet einen gro\u00dfen Anteil.\u201c<\/p>\n<p><strong>TTC Grenzau \u2013 TSV Bad K\u00f6nigshofen 2:3<\/strong><\/p>\n<p>Feng \u2013 Zeljko 3:0 (11:9\/11:8\/11:6)<\/p>\n<p>Walker \u2013 Ueda 0:3 (5:11\/6:11\/10:12)<\/p>\n<p>Kubik \u2013 Steger 2:3 (9:11\/12:10\/6:11\/13:11\/10:12)<\/p>\n<p>Feng \u2013 Ueda 3:1 (6:11\/11:3\/11:9\/11:5)<\/p>\n<p>Kubik\/Walker \u2013 Steger\/Allegro 2:3 (12:14\/11:4\/9:11\/11:9\/8:11)<\/p>\n<p>Zuschauerzahl: 450<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der TSV Bad K\u00f6nigshofen gewann nach D\u00fcsseldorf auch das zweite Spitzenspiel in Grenzau mit 3:2 und braucht, wenn \u00fcberhaupt, noch einen Sieg. Bad K\u00f6nigshofen\u00a0 Der Grat zwischen \u201egl\u00fccklich\u201c oder \u201everdient\u201c ist beim Tischtennis besonders schmal. Mehr als in manch anderen Sportarten, besonders wenn die Stoppuhr entscheidet. Und Ansichtssache zudem. 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