{"id":10823,"date":"2023-10-02T16:51:10","date_gmt":"2023-10-02T14:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=10823"},"modified":"2023-10-02T16:51:10","modified_gmt":"2023-10-02T14:51:10","slug":"an-der-sensation-nur-geschnuppert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsvbadkoenigshofen-tischtennis.de\/?p=10823","title":{"rendered":"An der Sensation nur geschnuppert"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Der TSV Bad K\u00f6nigshofen hatte vor\u00fcbergehend sogar die Chance, den Champions-League-Sieger 1. FC Saarbr\u00fccken TT zu besiegen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bad K\u00f6nigshofen Der Tischtennis-Bundesligist TSV Bad K\u00f6nigshofen hat sich auch unter den besonders ung\u00fcnstigen personellen Bedingungen in die Saison hinein gek\u00e4mpft und ist in ihr angekommen. Diesen Eindruck nahmen jedenfalls die 428 Zuschauerinnen und Zuschauer am Donnerstagabend nach zwei Stunden und 50 Minuten mit in die Nacht. Die Mannschaft von Headcoach Koji Itagaki hat dem amtierenden Champions-League-Sieger 1. FC Saarbr\u00fccken TT die Stirn geboten, zwar 1:3 verloren, war aber zwischendurch mal ganz nahe an einer Riesen-\u00dcberraschung. Die Saarl\u00e4nder waren n\u00e4mlich fast in Bestbesetzung angetreten, mit den drei Nationalspielern Patrick Franziska (Weltrangliste-13.) und Darko Jorgic (WR-11.) sowie Cedric Nuytinck (Belgiens Nr. 1). W\u00e4hrend bei den K\u00f6nigsh\u00f6fern der noch gesperrte Jin Ueda auf der Bank sa\u00df und Kilian Ort zeitgleich in M\u00fcnchen auf eine Bandscheiben-Operation am Freitag vorbereitet wurde.<\/p>\n<p>Itagaki hatte im Aufstellungs-Roulette die Eins und Drei wieder getauscht, Steger auf 1, Zeljko auf 3, Allegro blieb auf 2. Von der Intention her eigentlich ein gelungener Schachzug. Schlie\u00dflich hatte der Ex-K\u00f6nigsh\u00f6fer Jorgic noch nie gegen Steger gewonnen. Diesmal war es aber so weit, behielt der Slowene (25), mit ganz herzlichem Applaus von seinen ehemaligen Fans empfangen, erstmals, und das verdient, die Oberhand und brachte die G\u00e4ste mit 0:1 in F\u00fchrung.<\/p>\n<p>Die wenigsten Chancen auf einen Sieg hatten die Hausherren ihrem Zweier Martin Allegro gegen den G\u00e4ste-Einser, mehrfachen olympischen und WM-Team-Medaillengewinner Patrick Franziska, zugetraut. In Anspielung auf seinen Vornamen und darauf, dass er als einziger Nicht-Chinese der Welt die drei gr\u00f6\u00dften Chinesen des letzten Jahrzehnts besiegen konnte, wird er im Fachjargon \u201ePatrick der Drachent\u00f6ter\u201c genannt. Allegro, seit bei ihm mit seinem ersten Einzelsieg in der TTBL Sieg in Mainz der Knoten geplatzt ist, k\u00e4mpfte gegen ihn wie ein L\u00f6we, lie\u00df die Fans bis auf zwei P\u00fcnktchen (9:11 im f\u00fcnften Satz nach 9:8-F\u00fchrung) an einer Sensation schnuppern. Dabei lag der besondere Reiz der Partie darin, dass Franziska jeweils in der ersten Satzh\u00e4lfte\u00a0 enteilte und Allegro dann zur Aufholjagd blies. Zwei Mal war der sympathische Belgier der Gl\u00fcckliche, drei Mal der Ungl\u00fcckliche. Genau so wie gegen Benedikt Duda drei Tage zuvor im Pokal verlie\u00df er als Verlierer die Box. Bei einem Sieg und dem folgenden durch Filip Zeljko w\u00e4re der TSV 2:1 vorne gelegen und h\u00e4tte zumindest im Schlussdoppel beste Chancen auf eine Sensation gehabt.<\/p>\n<p>Besonders beeindruckend f\u00fcr den Profisport der heutigen Zeit in dieser Sportart war eine Szene im dritten Satz beim Stand von 4:6 gegen Allegro. Da hob dieser nach einem vermeintlichen, von den zwei Tisch-Schiedsrichtern bereits gez\u00e4hlten, von Franziska nicht reklamierten Punkt die Hand zum Zeichen, da war was. Er deutete sich an die Brust und zupfte am Trikot. Der Saarbr\u00fcckener nickte, bedankte sich, die Schiedsrichter kapierten: Allegro gab zu, dass der Ball sein Trikot ber\u00fchrt habe, was laut Reglement Punkt f\u00fcr den Gegner bedeutet. Statt 5:6 stand es 4:7. Belohnt wurde er f\u00fcr seine Ehrlichkeit nur vom Applaus des Publikums, nicht mit dem Ergebnis. Ein Lob hinterher wies er zur\u00fcck: \u201eDas machen doch (fast) alle.\u201c<\/p>\n<p>Filip Zeljko spielt gegenw\u00e4rtig konstant in bestechender Form, in der besten seiner acht Jahre in Bad K\u00f6nigshofen. Freilich hatte er es einen Tick leichter gegen den Belgier Cedric Nuytink an Position 3. Nach 11:7 und 9:11 brachte der dritte Satz die Vorentscheidung. Was n\u00e4mlich zun\u00e4chst mit leichtem H\u00e4ndchen gelungen war, das machte sich auf einmal auch bei diesem lockeren Typen aus Kroatien mit einem schweren Arm bemerkbar. Psychologisch nachvollziehbar, denn diesen Punkt hatte man bei seiner Verfassung als wahrscheinlichsten eingeplant \u2013 und nun diese Gegenwehr von Nuytinck. Den Filip aber in diesem vorentscheidenden dritten Satz nach Abwehr von zwei Satzb\u00e4llen mit 14:12 nieder rang. Den vierten sicherte er sich mit 11:6.<\/p>\n<p>Das vierte Einzel, das Einser-Duell Bastian Steger gegen Patrick Franziska, war das Nationalspieler-Generation-Duell des ehemaligen gegen den aktuellen. Der 42-J\u00e4hrige lieferte dem 31-j\u00e4hrigen Modellathleten einen Riesen-Fight, glich auch im zweiten Satz (12:10) aus und war im dritten ganz nahe an einer 2:1-F\u00fchrung. Im vierten r\u00fcckte Franziska die aktuellen Verh\u00e4ltnisse wieder zurecht und sicherte nach zwei 3:0-Siegen mit 3:1 den dritten Sieg f\u00fcr den Champions-League-Sieger.<\/p>\n<p><strong>TSV Bad K\u00f6nigshofen \u2013 1. FC Saarbr\u00fccken TT 1:3<\/strong><\/p>\n<p>Steger \u2013 Jorgic\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 0:3<\/p>\n<p>(9:11\/7:11\/10:12)<\/p>\n<p>Allegro \u2013 Franziska\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2:3<\/p>\n<p>(8:11\/11:7\/8:11\/12:10\/9:11)<\/p>\n<p>Zeljko \u2013 Nuytinck\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3:1<\/p>\n<p>(11:7\/9:11\/14:12\/11:6)<\/p>\n<p>Steger \u2013 Franziska\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1:3<\/p>\n<p>3:11\/13:11\/9:11\/6:11)<\/p>\n<p>Zuschauende: 428<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der TSV Bad K\u00f6nigshofen hatte vor\u00fcbergehend sogar die Chance, den Champions-League-Sieger 1. 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